Ein jahrzehntelanger Streit um eine angeblich von Leonardo da Vinci gemalte Madonna ist endlich beigelegt. Der Ex-Sportstar Armin Hary (83) und ein Galerist haben sich auf einen Vergleich geeinigt, bestätigte das Oberlandesgericht (OLG) München. Der "Münchner Merkur" berichtete am Dienstag unter Berufung auf Harys Anwalt, ein Investor sei gefunden worden, dessen Angebot beiden Streithähnen gefallen habe. Über den genauen Inhalt der Einigung wurde nichts bekannt.

Seit Jahrzehnten hatte Hary, der frühere Sprinter und Weltrekordhalter über 100 Meter, mit dem Galeristen um das Gemälde gestritten. Hintergrund waren alte Schulden, die der Galerist bei dem Ex-Spitzensportler haben soll. Dieser bestritt jedoch vehement, dass Hary einen Anspruch auf die "Verkündigungsmadonna" hat. Nach seiner Überzeugung handelt es sich um einen echten Leonardo da Vinci, der viele Millionen wert sein soll. Aus konservatorischen Gründen war das Werk jahrelang in den Münchner Pinakotheken eingelagert.

Das Landgericht Ingolstadt hatte Hary in dem Dauerstreit Recht gegeben. Dagegen legte der Galerist Rechtsmittel ein. Seit Beginn der Berufungsverhandlung im Oktober 2018 hatte das Gericht immer wieder an die betagten Streithähne appelliert, sich zu einigen - jetzt endlich mit Erfolg. (apa)