Wien. Der Countdown auf der Homepage "not cancelled" läuft. Am Donnerstag, 2. April, startet die "online-only" Art Week - eine Woche lang machen 15 heimische Galerien zeitgenössische Kunst virtuell erleb- und besuchbar. Die Plattform "not cancelled", entwickelt von der Wiener Digitalagentur treat.agency, macht's möglich. Geplant sind tägliche Happenings, analog zu einer echten Kunstwoche eben.

Es soll ein virtueller Begegnungsort werden. Angeboten werden Livestreamrundgänge durch die Sammelausstellungen von Wiener Galerien, darunter renommierte Vertreter wie etwa Rosemarie Schwarzwälder, Meyer Kainer und Zeller van Almsick. Zusätzlich soll täglich ein "Happening" stattfinden. Angekündigt sind Interviews, Making-Of-Videos sowie der Blick hinter die Kulissen und in die Ateliers der Künstler.

Gestärkt durch die Krise

Hinter diesem digitalen Showroom, der ab 2. April unter dem Titel "not cancelled" online geht, steckt die Wiener Digitalagentur treat.agency, die auch schon die Österreichische Nationalbibliothek oder die Kunsthalle Wien zu ihren Kunden zählt. Istvan Szilagyi - Gründer der treat.agency und Initiator von "not cancelled" - gibt sich angesichts der schwierigen Situation für die Kunstwelt nicht geschlagen.

"Die digitale Experience wird den physischen Besuch einer Galerie nicht ersetzen", meint Szilagyi laut Aussendung. Er möchte aber in dieser schwierigen Zeit "das Ökosystem der heimischen Kunst- und Galerie-Szene dabei unterstützen, diese Krise nicht nur zu überstehen, sondern vielleicht sogar gestärkt aus ihr hervorzugehen", wie es weiter heißt. So ist auch die Teilnahme für Galerien an der virtuellen Sammelausstellung kostenlos. Die Kunstvermittlung 2.0 ist bei den heimischen Museen schon angekommen, jetzt bekommen auch die Galerien ihren Webauftritt