Man fühlt sich an die Pestsäulen erinnert: Das Land Steiermark ruft bildende Künstler zur Auseinandersetzung mit der Coronavirus-Pademie auf. Noch bis 19. Juni können Künstler mit Steiermarkbezug ihre Ideen für Skulpturen einreichen, die in Reflexion auf die Coronakrise entstehen. Die Arbeiten sollen im öffentlichen Raum an verschiedenen Orten in der Steiermark aufgestellt werden, teilte das Kulturressort des Landes am Dienstag mit.

Die Kulturabteilung des Landes und das Institut für Kunst im öffentlichen Raum am Universalmuseum Joanneum haben einen zweistufigen Wettbewerb für bildende Künstler ausgeschrieben. Die Vorschläge und eine grobe Kosteneinschätzung sind digital einzureichen. Eine Jury wird "fünf bis zehn Vorschläge" auswählen. Davon sollen - nach einer weiteren Präsentation durch die Künstler - einzelne Kunstwerke an den von ihnen vorgeschlagenen Orten realisiert werden.

Jene Teilnehmer, die in die zweite Wettbewerbsstufe gekommen sind, deren Entwürfe aber dann doch nicht umgesetzt werden, erhalten eine Entwurfsentschädigung von 1.500 Euro. Den Gewinnern des Wettbewerbs wird ein Honorar, das maximal 25 Prozent der Gesamtkosten des Kunstwerks betragen darf, ausbezahlt. Die Eröffnungen sollen im Frühjahr 2021 stattfinden. (apa)