Die Swarovski Kristallwelten müssen derzeit auf Gäste aus Indien verzichten, die bis dato mit jährlich rund 100.000 Besuchern in Wattens zu Buche schlugen. Zudem sind die durchschnittlichen Besucherzahlen seit der Öffnung am 11. Juni fast um die Hälfte zurückgegangen. Deutschland, Schweiz und Italien sind laut Stefan Isser, Geschäftsführer der D. Swarovski Tourism Services GmbH, derzeit im Fokus.

Dass Gäste aus diesen Ländern in den Kristallwelten am stärksten vertreten sind, sei jedenfalls die Erkenntnis aus den ersten Wochen seit der Öffnung, sagte Isser im APA-Gespräch. "Ich gehe aber davon aus, dass später Schritt für Schritt auch Holland, England und die nordischen Länder als weitere Märkte dazukommen", fügte er hinzu. Die Besucherzahl werde aber trotzdem noch länger nicht an die Zeiten vor Corona herankommen. "Das dauert meiner Ansicht nach noch bis mindestens Ende 2022", wagte er eine Prognose. 2021 werde sich der Markt aber langsam erholen.

Aktuell strebt man daher auch eine Veränderung der Gästestruktur an. "Bis dato hatten wir zehn Prozent Einheimische und 90 Prozent Touristen", konstatierte Isser. Unter anderem mit "kulinarischen Veranstaltungen, Workshops und Musik" wolle man im heurigen Sommer und darüber hinaus verstärkt Besucher aus Tirol ansprechen. Waren es bisher etwa 70.000 Tiroler im Jahr, so will man diese Zahl mit 100.000 pro Jahr künftig kräftig nach oben schrauben. (apa)