Ein Offsetdruck des deutschen Künstlers Gerhard Richter, der auf dem Weg von Purkersdorf (Bezirk Sankt Pölten-Land) in eine Galerie in Wien-Wieden verschwunden ist, könnte möglicherweise an seinem Ursprungsort sein. Zumindest gibt es einen dementsprechenden Hinweis, sagte Polizeisprecherin Barbara Gass. Offiziell bestätigt ist dies allerdings nicht, womit die Fahndung nach dem Werk aufrecht ist.

Der Offsetdruck mit dem Titel "Übersicht" (Ausschnitt im Bild) von 1998 fehlt. - © privat
Der Offsetdruck mit dem Titel "Übersicht" (Ausschnitt im Bild) von 1998 fehlt. - © privat

Eine Angestellte der Galerie hatte am 26. Juli Anzeige wegen Diebstahls erstattet, das Bundeskriminalamt (BK) schrieb das Kunstwerk am vergangenen Montag zur Fahndung aus. Inzwischen gab es jedoch einen Hinweis aus Purkersdorf, wonach sich das Werk mit dem Titel "Übersicht" an seinem alten Platz befinden würde. Der Offsetdruck auf Büttenpapier misst 82,5 mal 68,2 Zentimeter und ist signiert, datiert und nummeriert (77/100). Der Wert wurde von den Ermittlern im mittleren vierstelligen Eurobereich angegeben. Der Druck aus dem Jahre 1998 hätte mit insgesamt 22 Kunstwerken in der Galerie ankommen sollen.

Bei Versteigerung 2,6 Millionen Euro eingebracht

Richter wurde 1932 in Dresden geboren. Erst Mitte Juli brachte ein Gemälde des deutschen Künstlers bei einer Versteigerung in München 2,6 Millionen Euro ein. Werke des Künstlers sind jedenfalls bald wieder in Wien zu sehen: Das Bank Austria Kunstforum widmet sich von 1. Oktober bis 24. Jänner 2021 der Auseinandersetzung Richters mit Landschaften. (apa)