Der 1939 geborene Künstler und Autor Heinz Frank ist am Sonntag (23. August) in Wien gestorben. Das gaben seine Familie und sein Büro am Dienstag bekannt. "Leben und Werk waren für ihn völlig untrennbar. Nun ist diese Einheit zerbrochen", hieß es in einer Aussendung.

Der avantgardistische Wiener Heinz Frank ist am Sonntag verstorben. - © David Avazzadeh/Kunsthalle Wien
Der avantgardistische Wiener Heinz Frank ist am Sonntag verstorben. - © David Avazzadeh/Kunsthalle Wien

Frank studierte 1965 bis 1969 bei Ernst Anton Plischke an der Akademie der bildenden Künste Architektur und wurde auch als Elektrotechniker ausgebildet. Ab 1970 war er als bildender Künstler und mitunter auch als Möbeldesigner tätig. 1986 wurde der eigenwillige Künstler, dessen Motto "Gefühltes denken und Gedachtes fühlen" lautete und dessen Objekte und Arrangements häufig sowohl chaotisch wie ironisch gelesen werden konnten, mit dem Preis der Stadt Wien für Bildhauerei gewürdigt. Ausstellungen hatte er u. a. im Wiener Museum für angewandte Kunst und im Grazer Joanneum.

Zu seinem 80. Geburtstag richtete die Kunsthalle Wien 2019 in der Dependance am Karlsplatz die Ausstellung "Der Winkel des Endes kommt immer von hinten" aus. Er sei "ein Unikum. Bildhauer. Zeichner. Sprachakrobat. Poesie-Philosoph", schrieb damals "Der Standard". "Von solchen Etiketten will er jedoch nichts wissen; die Verweigerung ist dabei ein Stück weit Koketterie. Frank ist ein Außenseiter, wenn man so will. Am Karlsplatz zeigt der 80-jährige Heinz Frank seinen über Jahre entstandenen Privatkosmos aus Sprach-und Materialarrangements, hochgradig sonderbar und lebendig zugleich." (apa)