Wegen dem Fernbleiben außereuropäischer Touristen sind die Besucherzahlen im Pariser Louvre in diesem Sommer eingebrochen, und zwar massiv. Im Juli waren es um 75 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Im heurigen August betrug der Rückgang 60 Prozent.

Insgesamt besuchten im Juli und August etwa 550.000 Menschen den Louvre, wie die Geschäftsleitung unter Berufung auf bis Ende des Monats registrierte Buchungen mitteilte. Fast 80 Prozent der Besucher waren demnach Franzosen. In den Vorjahren war der Anteil der französischen Besucher lediglich bei 20 bis 25 Prozent gelegen.

Dass die Franzosen dem Louvre trotz Corona-Einschränkungen (wie der Maskenpflicht für Besucher) treu geblieben sind, führte das Museum auf sein breites Angebot zurück. Dieses sei familienorientiert und spreche ein junges sowie lokales Publikum an.

Einbußen: Mehr als 40 Millionen Euro

Der Pariser Louvre hatte am Abend des 13. März wegen der Corona-Pandemie zugemacht, wiedereröffnet wurde er am 6. Juli. Die Schließung war die längste seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie verursachte nach Angaben von Direktor Jean-Luc Martinez Einbußen von mehr als 40 Millionen Euro.

Frankreich ist mit mehr als 30.500 Todesfällen eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Die sogenannte Reproduktionszahl liegt derzeit bei 1,4 - jeder Infizierte steckt also mehr als einen Menschen an. (apa)