Die "Open Studio Days" finden von Samstag (14. November) bis Freitag (20. November) digital statt, wenn Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers für Videoeinblicke offenhalten, wobei bei einem Zoom-"Marathon" am Samstag und Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr die einzelnen Stationen in rascher Folge abgeklappert werden. 270 Bewerbungen seien heuer eingetrudelt, freute sich Punkenhofer.

Es gibt "Art Melange"-Zoomtalks mit ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern, die jeweils von 16 bis 17 Uhr den Austausch ermöglichen, wobei Proponenten wie Masha Dabelka, Fanni Futterknecht oder Kay Walkowiak mit von der Partie sind. Kulinarischer geht es indes bei "Cooking with Cliff" zu, wenn Scott Clifford Evans Geheimnisse der mormonischen Küche präsentiert, wobei er in Episode 1 am Freitag Musiker Philipp Quehenberger zu Gast hat.

Hinzu kommen Onlineformate etablierter Institutionen. So streamt die Kunsthalle Wien zu ihrer dem Filmemacher Zelimir Zilnik gewidmeten Ausstellung kostenlos dessen Werk "Destination_Serbistan", das MAK zeigt Martina Menegons "When you are close to me I shiver", das im Rahmen ihres Formats Creative Climate Care stattfindet, und aus dem Leopold Museum wird am Sonntag (15. November) Bazon Brocks Vortrag "Hundertwasser und Beuys. Kunst als Ritual in den 50er und 60er Jahren" zu erleben sein.

Auch das Belvedere 21 ist mit dabei, wenn am Dienstag ein virtuelles Künstlerinnengespräch zwischen Maja Vukoje und Luisa Ziaja stattfindet. "Die Lage ist ernst, aber die Vienna Art Week macht Hoffnung", unterstrich Belvedere-Generaldirektorin Stella Rollig in einer Videobotschaft. Kunst online zu erleben sei mittlerweile mehr als ein Nischenprodukt: "Die Coronakrise hat unsere Wahrnehmungsgewohnheiten verändert - und nicht nur zum Schlechten." In der Albertina spricht am Mittwoch (18. November) Sammler Rafael Jablonka mit Kuratorin Elsy Lahner, und die Nitsch Foundation streamt am Donnerstag Hermann Nitschs 100. Aktion, das 6-Tage-Spiel auf Schloss Prinzendorf 1998.