Der Maler Robert Hammerstiel ist am Montag (23. November) im Alter von 87 Jahren in Pottschach (Niederösterreich) gestorben. Hammerstiels öffentlich auffälligstes Werk war das 4.000 m2 große Bild, mit dem er 2007 den Wiener Ringturm verhüllte. Es zeigte Stationen des Lebens - mit den für ihn signifikanten abstrahierend-figurativen, in kräftigen Farben leuchtenden, stark reduzierten Schablonenfiguren.

Hammerstiel wurde 1933 als Kind deutscher Auswanderer in Werschetz im Banat/Serbien geboren. Nach einer schweren Kindheit in Internierungslagern in Serbien, Vertreibung und Flucht kam er nach Österreich - und lebte seit Ende der 1940er-Jahre in der Gemeinde Pottschach im Bezirk Neunkirchen. Seine Bilder - die mit ihrem grellen Kollorit, Raumkonzeption und Glätte des Farbauftrags an die Popart erinnern - haben ihren Ursprung in der serbischen Ikonenmalerei.

Hammerstiels umfangreiches Oeuvre ist in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten und wurde seit 1972 in vielen Ausstellungen gezeigt. Das Leopold Museum widmete ihm zwei große Personalen, das Wiener Künstlerhaus zeigte eine umfassende Werkschau, in der Albertina war eine Solo-Präsenation zu sehen. Seine Geburtsstadt Werschetz widmete ihm 2010 ein eigenes Museum. (apa)