Die Alltagskultur und ihre Symbole zu dokumentieren, gehört zu den elementaren Aufgaben des Wiener Volkskundemuseums. Und genau dies taten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses auch in Zeiten der Pandemie. Bereits im ersten Lockdown begann man bewusst mit der Dokumentation des Geschehens - und hat die eingefangenen Impressionen nun unter dem Titel "Rasanter Stillstand" in einer kleinen Schau versammelt.

Diese ist in der eigentlich frei zugänglichen Passage des Hauses platziert - eigentlich, denn bis zum Ende des Lockdowns für die Museen kommender Woche bleibt auch diese für Passantinnen und Passanten verschlossen. Am 9. Februar jedoch öffnet man wie das restliche Haus wieder für Gäste.


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Nähere Informationen unter www.volkskundemuseum.at/impressionencovid19
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Diese erwartet in guter ethnologischer Tradition in drei Vitrinen eine Fotokollektion vom gemeinsamen Verfolgen der Lockdown-Pressekonferenz von Kanzler Sebastian Kurz über eine Impression aus dem Homeoffice samt Wäscheständer bis hin zum Schild an einem Restaurant: "In diesem Lokal sind maximal 0,9 Personen zugelassen".

Flankiert werden die Fotografien von zeittypischen Objekten, die - zumindest derzeit - von Besucherinnen und Besuchern mühelos dechiffriert werden: Die Schneekugel mit Klopapierrolle, der kleine Elefant aus der Keramiksammlung oder die Flasche Desinfektionsmittel. Kleine Memento mori mit Augenzwinkern und hoffentlich alsbald Rückschau auf etwas Vergangenes. (apa)