Nach der Wiedereröffnung der Museen zeigen sich die Italiener kulturhungrig. Im Gegensatz zu italienischen Museen hielten die "Musei Vaticani" auch am Samstag offen. Hunderte Menschen drängten sich in den Rafael-Sälen, was zu Protesten wegen der Ansammlung führte. Noch unklar ist, warum eine so große Menschenmenge zugelassen wurde. Von den Vatikanischen Museen kam vorerst keine Erklärung, berichteten italienische Medien.

Seit der Wiedereröffnung vor zwei Wochen meldeten die Uffizien in Florenz 20.000 Besucher. Dabei ist das Florentiner Museum lediglich an Wochentagen zugänglich. "Diese Zahlen bezeugen das starke Bedürfnis der Bürger nach Kultur", kommentierte Uffizien-Direktor Eike Schmidt. Diese Woche ist das Museum allerdings wieder geschlossen, da die Toskana als orange eingestuft wurde. Lokale und Museen müssen daher schließen.

"Wir hoffen, dass diese neue Schließung von kurzer Dauer sein wird. Laut einer Studie der Universität Berlin sind Museen und Theater mit beschränkter Besucherzahl die Orte mit geringster Infektionsgefahr. In einem Museum ist die Infektionsgefahr geringer als in Supermärkten, Shops und Restaurants", argumentierte Schmidt. Wegen der Pandemie waren Kulturstätten in Italien über Monate hinweg geschlossen.(apa)