Bereits vor der Corona-Pandemie hat die Albertina Führungen für Sehschwache und Blinde angeboten. Nun führt man auch ein eigenes diesbezügliches Online-Format ein. "Kunst will möglichst viele Menschen erreichen. Sie möchte immer inklusiv wirken. Gerade in dieser Zeit der Entbehrungen kann Kunst für uns alle eine Quelle von Kraft sein und Perspektiven geben", wird Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder am Mittwoch in einer Aussendung zitiert.

   Das neue Format wurde gemeinsam mit der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs entwickelt. Ähnlich wie in einem Podcast werden Werke sowie Künstlerinnen und Künstler aus den Sammlungen vorgestellt. Doch im Unterschied zu Radio und Podcast sei der Talk live. So könnten Fragen "in Echtzeit gestellt werden" und Ergänzungen und Beiträge "unmittelbar mitgeteilt und aufgegriffen werden". Dabei sein können alle Interessierten via Zoom.

   Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs zeigt sich über die Zusammenarbeit mit der Albertina erfreut. "Dieses Format ermöglicht auch unseren Mitgliedern eine aktive Teilhabe an Kunst und Kultur und spricht darüber hinaus auch alle anderen Kunstinteressierten an", so Daniele Marano. Der erste Termin ist bereits morgen, Donnerstag, um 17 Uhr. "Dürers Feldhase" steht schließlich am 9. März auf dem Programm, am 19. März widmet man sich Raffael. Anmeldungen erfolgen über E-Mail an besucher@albertina.at. (apa)