Zwei vor fast vier Jahrzehnten gestohlene Kunstwerke aus der Mitte des 16. Jahrhunderts sind wieder im Besitz des Pariser Louvre. Bei den Objekten handelt es sich um einen Helm und das Rückenstück einer Ritterrüstung aus der Renaissance, bestätigte das Museum am Donnerstag. Die mit Gold und Silber verzierten Stücke waren unter bisher noch immer ungeklärten Umständen in der Nacht zum 31. Mai 1983 verschwunden. Sie wurden 1922 von der Familie Rothschild dem Museum vermacht.

Die Objekte tauchten vor wenigen Wochen aus einem Nachlass in Bordeaux auf. Derzeit sind in der Datenbank der französischen Polizei für gestohlene Kulturgüter (Treima) rund 100.000 vermisste Kunstwerke verzeichnet. Der letzte Diebstahl in dem Weltmuseum soll auf das Jahr 1998 zurückgehen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP den Direktor des Louvre, Jean-Luc Martinez, zitierte. Dabei soll es sich um ein Gemälde des französischen Landschaftsmalers Jean-Baptiste Camille Corot (1796-1875) handeln. (apa)