Wenn am 1. Juni die 3. Londoner Design Biennale eröffnet, wird Österreich mit einer interaktiven Laserinstallation vertreten sein, die die Fürsorge für das Weltklima in den Mittelpunkt stellt. "Tokens for Climate Care" heißt die Arbeit des Process Studio. In Auftrag gegeben wurde das Projekt auf Initiative des Kulturministeriums vom Wiener MAK. Insgesamt folgten 50 Nationen der Londoner Einladung unter dem übergeordneten Motto "Wie können wir die Welt besser machen?".

Das Wiener Process Studio, hinter dem Martin Grödl und Moritz Resl stehen, hat dafür im Londoner Somerset House eine interaktive Installation aufgebaut, die Klimaaktivisten weltweit unterstützen soll. Dazu verwendet man Künstliche Intelligenz (KI), um mithilfe einer Datenbank mit Logos und Zeichen neue grafische Symbole zu erschaffen. Ziel ist, eine breite Definition der Klimafürsorge inklusive all ihrer Aspekte mit der interaktiven Laserinstallation zu visualisieren. Und über die konzipierte Internetseite sind die Tokens frei und kostenlos zugänglich.

"Was wäre, wenn eine KI neue Symbole erfinden würde, um neue Verknüpfungen zwischen Konzepten und Darstellungen zu schaffen, die unsere planetarische Gemeinschaft vereinen und uns helfen, den Planeten zu umsorgen?", so Kuratorin Marlies Wirth am Mittwoch in einer Aussendung. "Design kann Verhaltensweisen positiv beeinflussen und Gesellschaften verändern", zeigte sich darin auch MAK-Direktor Christoph Thun-Hohenstein überzeugt. Und das Projekt von Process Studio falle genau in diese Bestrebungen.