Es ist ein erwarteter Höhepunkt des heurigen Wiener Museumssommers: Die Eröffnung der Heidi Horten Collection im Hanuschhof zwischen Wiener Staatsoper und Albertina. Nach zwei Jahren Generalsanierung steht nun fest, dass das neue Privatmuseum der Milliardärswitwe Heidi Goëss-Horten am 3. Juni offiziell mit der Schau "Open" eröffnet. Dies teilte die Heidi Horten Collection, der die ehemalige Belvedere-Chefin Agnes Husslein-Arco als Direktorin vorsteht, am Montag mit.

Für die Umgestaltung des einstigen erzherzoglichen Kanzleigebäudes zeichnete das Architekturbüro the next ENTERprise verantwortlich. Die Fassade des Baus aus dem Jahr 1914 blieb dabei erhalten. Im Inneren finden sich nun drei Ausstellungsebenen mit 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche, verbunden durch freischwebende Treppen. Ein Tea Room, gestaltet von Markus Schinwald und Hans Kupelwieser, lädt die Besucher zur Ruhe nach dem Museumsbesuch.

Erste Themenausstellung im Herbst

Die Eröffnungsausstellung "Open" konzentriert sich auf die Architektur des neuen Standortes, der mit ausgewählten Arbeiten in Szene gesetzt werden soll. Im Herbst soll dann die erste Themenausstellung "Look" folgen, die sich Frauenbildnissen und Aspekten von Weiblichkeit widmet. "Ich sehe mein Museum als Ort des Entdeckens, des sinnlichen Erlebens, des Kunstgenießens - denn genau das war und ist die Kunst bis heute für mich: ein unverzichtbarer Genuss!", wird Heidi Goëss-Horten in einer Aussendung zitiert. (apa)