Das im März 2021 vom Jüdischen Museum Wien angekündigte Hedy-Lamarr-Museum wird es doch nicht geben. Wie der "Standard" am Donnerstag mit Berufung auf das Museum sowie die Wien-Holding berichtet, wurde der Kauf des Nachlasses rückabgewickelt. Das Projekt sei bereits Ende 2021 als nicht realisierbar abgesagt worden, da die Finanzierung eines eigenen permanenten Standorts laut der Zeitung nicht zustande gekommen sei.

Für den Nachlass selbst, den das Jüdische Museum damals mit Unterstützung des amerikanischen Freundeskreises ankaufte, waren damals 50.000 US-Dollar (heute rund 47.000 Euro) bezahlt worden. Die nunmehrige Rückabwicklung umfasse auch eine damit verbundene Schenkung des Sohnes der im Jahr 2000 verstorbenen Filmdiva und Erfinderin. Damals war mit Lamarrs Sohn Anthony Loder laut "Standard" ein eigener Standort für die dauerhafte Würdigung des Vermächtnisses seiner Mutter vereinbart worden. Nach der Evaluierung seitens der Wien-Holding sei sowohl die Schaffung zusätzlicher Ausstellungsflächen im Jüdischen Museum in der Dorotheergasse als auch der Betrieb eines permanenten Ausstellungsortes nicht finanzierbar. (apa)