Sie ist über 35 Meter hoch, hat einen zehn Meter hohen Wasserfall und eine Wolkenmaschine: "See Monster" ist eine stillgelegte Nordsee-Bohrinsel, die in eine der größten öffentlichen Kunstinstallationen Großbritanniens umgewandelt wurde. Ziel der ungewöhnlichen Metamorphose ist es, mit einer Struktur, die gewöhnlich im Meer nach Erdgas oder Erdöl sucht, zum Nachdenken über erneuerbare Energien und eine nachhaltige Zukunft anzuregen.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftern und Künstlern wie Trevor Lee und Ivan Black: kinetische Windskulpturen, Sonnenbäume, ein wilder Garten - und ein enormer Publikumserfolg. Statt bis zum 5. November kann die begehbare Installation auf dem Strand des Badeorts Weston-super-Mare an der Westküste Englands nun bis zum 20. November besichtigt werden. Danach wird sie demontiert.

Teil des Kulturprogramms "Unboxed"

Die Plattform wurde im Juli auf einem Kahn von der Größe eines Fußballfelds auf dem Seeweg von den Niederlanden nach Weston-super-Mare gebracht. Die dortigen Gezeitenunterschiede gehören mit zu den größten in der Welt. Eingeweiht wurde die Installation Ende September.

"See Monster" ist Teil des im März gestarteten, rund 120 Millionen Pfund teuren Kulturprogramms "Unboxed" aus 10 Kunst-, Wissenschafts- und Technologieprojekten. Ursprünglich 2018 von Theresa May als "Festival UK* 2022" vorgestellt, sollte es nach dem Austritt aus der EU ein landesweites Fest der Kreativität werden. Wegen seiner hohen Kosten und vergleichsweise geringen Reichweite ist es mittlerweile umstritten. (apa/whl)