Mit drei zeitgleichen Ausstellungen - "Falten", "Birke Gorm: dead stock" und "Sonja Bäumel: entangled realtions - animated bodies" - startet das MAK in Wien am 31. Jänner sein Jahresprogramm. Das Museum zeigt 2023 angewandte Vielfalt und öffnet sich weiter in den Stadtraum. Sanierungsprojekte laufen, "aber es ist schon sehr viel geschehen, was die Struktur unseres Hauses aktuell hält", betonte MAK-Generaldirektorin Lilli Hollein am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Das MAK Wien und die MAK Expositur Geymüllerschlössel verzeichneten 2022 eine Gesamtbesucherzahl von 133.629, das ist ein Anstieg um 31 Prozent gegenüber 2021. Dies "liegt aber noch unter dem Vor-Pandemie-Niveau", sagte Hollein. Die diesjährigen Themen sollen einen weiten Bogen über die unterschiedlichen im MAK vertretenen Themen und Sammlungsbereiche spannen. So beschäftigt sich "/image: Eine Reise in die Neue Virtualität" (10. Mai bis 10. September) mit dem virtuellen Raum und lässt "in eine andere Welt eintauchen" (Hollein). Das Sammeln von entsorgtem Material, eben dead stock, ist ein wesentlicher Teil von Birke Gorms Oeuvre, die damit skulptural arbeitet (bis 26. Juni zu sehen).

Die MAK Ausstellungshalle steht ab 7. Juni im Zeichen von "200 Jahre Lobmeyr". Die Schau dreht sich um die Geschichte der Wiener Firma und ist "zugleich eine Design-Geschichte in Glas", sagte Hollein. Zum Jubiläumsjahr der Wiener Weltausstellung 1873 beleuchtet eine Sonderausstellung (28. Juni bis 22. Oktober im MAK Design Lab), wie damals ein Bild des Orients entworfen wurde. "Fabric Of Community" am Ende des Jahres (13. Dezember bis 28. April 2024) wirft einen Blick auf Textil und Keramik in der zeitgenössischen Kunst. Gertie Fröhlich, deren Einfluss auf die Wiener Avantgarde ein ganz wesentlicher war, zeigt das MAK (13. September bis 3. März 2024) als Gesamtkunstwerk.