Ein DJ beschallt hier die Terrasse der Albertina. - © Claudio Farkasch / CLAUDIO FARKASCH
Ein DJ beschallt hier die Terrasse der Albertina. - © Claudio Farkasch / CLAUDIO FARKASCH

Partymusik und Max Weiler. Clubbing und Albertina. Was für viele wie ein Scherz klingen mag, hat tatsächlich stattgefunden. Die sogenannten Art-Clubbings, bei denen lässig moderne Clubmusik von der Terrasse der Albertina bis in den Burggarten klingt, sollen dem Museum zu einem jüngeren Publikum verhelfen. Die Zutaten dafür sind Facebook, moderne Klänge und eben die Terrasse der Albertina, die für die richtige Atmosphäre sorgen soll.

Kann man die jungen Leute wirklich bloß über Partys in konservative Museumshallen locken? "Clubbings sind natürlich sehr geeignet, um die jüngere Zielgruppe zu mobilisieren. Junge Menschen sprechen ganz einfach auf andere Kriterien an als ein älteres Publikum", so David Kreytenberg, Projektmanager von Super-Fi, jener Agentur, die für die Albertina die Social Media-Aktivitäten betreut. So sei seit dem ersten Art-Clubbing in der Albertina das Publikum deutlich jünger geworden. "Das Feedback der Besucher ist sehr gut und auch die Nachfrage nach mehr ist vorhanden."

Die Werbung dafür findet übrigens ausschließlich über Facebook statt. So gab es beim letzten Clubbing rund 300 fixe Zusagen alleine auf der Social-Media-Plattform, weshalb es immer wieder zu Warteschlangen kam.

Disco und Kunst


Doch sind diese vielen jungen Leute bloß zur Unterhaltung da, oder sind sie tatsächlich auch durch die Ausstellungsräume der Albertina spaziert, die immerhin bis 21 Uhr geöffnet sind? "Die Besucherzahlen sind an den Abenden, an denen das Clubbing stattgefunden hat, gestiegen", meint Kreytenberg, der sich allerdings das Ziel gesetzt hat, "das nächste Mal die Brücke zwischen den Art-Clubbings und dem Museum noch weiter auszubauen. So hat man bereits etwa die Räume der Ausstellung mit Musik beschallt und Initiativen dieser Art will man noch weiter einbringen. "Die Albertina ist eine Institution, solide und über Jahrzehnte etabliert. Unser Auftrag ist es, moderne Nuancen einzubringen, die dem Charme der Albertina einen zusätzlichen Sex-Appeal verleihen", meint Kreytenberg. Außerdem sei Direktor Klaus-Albrecht Schröder "sehr offen dafür, mit seinem Museum moderne Wege zu gehen". Und es ginge auch um die Nachhaltigkeit: Die jungen Besucher sollen eine positive Erinnerung mit nach Hause nehmen, "um diese wieder abzurufen".

Im Vergleich zu vielen anderen Städten sei gerade Wien der geeignete Ort für solche Aktionen, da die Stadt "mit ihrer großen Kulturbegeisterung hungrig nach neuen Eindrücken ist und viel Abwechslung braucht".