Zürich. HR Giger, Schweizer Surrealist von Weltrang und für seine Mitarbeit am Kultfilm "Alien" mit einem Oscar ausgezeichnet, ist tot. Der 73-Jährige erlag am Montagnachmittag im Spital den Verletzungen eines Sturzes, berichtete das Schweizer Fernsehen "SRF" unter Berufung auf seine Familie.

Der 1940 in Chur geborene Giger wurde durch seine düsteren "Alien"-Entwürfe für den gleichnamigen Science-Fiction-Film von Ridley Scott berühmt und erhielt dafür 1980 den Oscar für visuelle Effekte. Auch mit seinen düsteren surrealistischen Traumlandschaften machte er sich einen Namen. Immer wieder war er an Filmprojekten beteiligt, darunter "Poltergeist II", "Alien III" und "Species". Mehrmals wurden auch Plattencover von Giger ausgezeichnet, unter anderen jene für Debbie Harry ("Koo Koo") sowie für Emerson, Lake and Palmer ("Brain Salad Surgery").

In Österreich war eine Personale Gigers 2006 im Kunsthaus Wien zu sehen, an selber Stelle zeigte er von März bis Juni 2011 seine "Träume und Visionen". Erst im September 2013 war er als Featured Artist des Linzer Festivals Ars Electronica in Linz zu Gast und präsentierte seine Bilder, Skulpturen und auch die Tagebücher zum Filmklassiker "Alien" im Museum Lentos.