Wien. (cb) Es war das erste Mal, dass in den denkmalgeschützten ehemaligen Rinderhallen in St. Marx eine internationale Kunstmesse stattfand. Die "Viennacontemporary" ging Sonntag Abend zu Ende, 99 Galerien aus 25 Ländern hatten ihre Kunst mitgebracht. Den Schwerpunkt auf Ost- und Südeuropa hat die ehemalige "Viennafair" mitgenommen an den neuen Standort, der trotz wiederholten Maulens in Berichten über die Abgelegenheit der Location viel Zuspruch fand.

Zur Vernissage kamen 7000 Besucher, nach drei Tagen bilanzierte die Messe mit insgesamt mehr als 28.000 Kunstinteressierten. Im Vorjahr konnte die Viennafair über 25.000 Besucher verzeichnen. Darüber freut sich Messe-Geschäftsführer Renger van den Heuvel: "Wir hatten um rund 20 Prozent mehr Besucher als in den vergangenen Jahren."

Hallenbetreiber Herwig Ursin von der Hey-U Mediagroup sieht sich bestätigt in der Erweiterung des Hallen-Portfolios: "Die Marx Halle ist nicht nur für Konzerte und Galaabende geeignet. An diesem Wochenende haben wir gezeigt, dass wir auch eine internationale Kunstausstellung mit mehr als 28.000 Besuchern erfolgreich über die Bühne bringen können", sagte Ursin.

Standort bleibt erhalten


Detail am Rande: Wer das Graffito mit dem kunstszenenaffinen Slogan "Meyer Kainer ignoriert mich Ropac sowieso Hilger auch" an der Backsteinmauer der Rinderhalle angebracht hat, ist noch nicht geklärt.

Für die nächsten drei Jahre ist die Marx Halle übrigens als Standort der Kunstmesse "Viennacontemporary" fixiert. Noch zwei Jahre lang ist auch ein besonders erfolgreicher Mieter fix in der Marx Malle: Michael Niavaranis Globe Wien zeigt ab Dezember weiterhin Shakespeare, diesmal aber "Romeo und Julia". Den stets ausverkauften "Richard III." sahen 80.000 Menschen.