Inbegriff der modernen schwedischen Wohnkultur


Durch die Teilnahme an den Weltausstellung, etwa jener in Paris 1937 und der in New York 1939, wurde Svenskt Tenn durch seine wohlinszenierten Auftritte international zum Inbegriff der modernen schwedischen Wohnkultur. Es folgten im Laufe der nächsten Jahrzehnte hochkarätige Aufträgen. Nicht nur Botschaften oder Bankinstitute, sondern auch die schwedischen Königsfamilie zählte zur Klientel.

Als der Naziterror 1940 auch Teile Skandinaviens erfasste, emigrierten die Franks nach New York und kehren erst 1947 nach Schweden zurück. Inmitten der Kriegswirren begeht Svensk
Tenn sein 20-jähriges Jubiläum und Estrid Ericson ihren 50. Geburtstag. Josef Franks Gratulation kommt in Form von 50 Textilentwürfen. Sie bildeten in den folgenden Jahrzehnten den Grundstock für die äußerst erfolgreiche Stoffproduktion des Unternehmens, in dessen Archiv sich heute über 2000 Möbelzeichnungen und 160 Textilmuster aus
der Entwurfsfeder Josef Franks befinden. Rund 100 Skizzen und Entwürfe dieses designhistorisch so wertvollen Schatzes befinden sich heute in Produktion.

Familienmitglieder und Freunde nannten Josef Frank "Pepi". Estrid Ericson aber blieb all die Jahre und trotz der als symbiotisch beschriebenen Zusammenarbeit beim förmlichen "Professor Frank".