Die Werke sind nicht mehr zu besichtigen. - © Ai Weiwei / Faurschou Foundation
Die Werke sind nicht mehr zu besichtigen. - © Ai Weiwei / Faurschou Foundation

 (ja) Aus Protest gegen die Verschärfung des dänischen Asylrechts hat der chinesische Künstler Ai Weiwei seine Ausstellung in Kopenhagen geschlossen. Ai, der in China mehrmals in Haft gewesen ist, kritisierte den Beschluss des dänischen Parlaments, wonach künftig Flüchtlingen Bargeld und Wertsachen abgenommen und die "Vereinigung von Familien verzögert" werden sollen.

Die Ausstellung Ruptures (Brüche) in der Faurschou-Stiftungsollte bis Mitte April laufen. Stiftungschef Jens Faurschou unterstützt Ais Entscheidung und bedauert, dass "das dänische Parlament beschlossen hat, die Spitze der symbolischen und inhumanen Politik zu bilden" .

Die Faurschou Foundation betreibt  ein Museum, in dem der erfolgreiche Kunsthändler Jens Faurschou auf 700 m2 vor allem Werke seiner Sammlung von international anerkannten Künstlern wie Louise Bourgeois, Ai Weiwei, Georg Baselitz, Shirin Neshat und Mona Hatoum präsentiert. Weitere Ausstellungsräume befinden sich in Bejing und Venedig.

Auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat die Verschärfung des Asylrechts in Dänemark verurteilt. HRW-Chef Kenneth Roth nannte es am Mittwoch "verachtenswert", dass Dänemark und in gewisser Hinsicht auch die Schweiz die "letzten persönlichen Habseligkeiten von Menschen beschlagnahmen" wollten, die aufgrund ihres Exils und ihrer Verletzbarkeit bereits verarmt seien "und nicht mehr viel bei sich tragen".

(Quellen: AFP, APA, Faurschou Foundation)