• vom 04.04.2017, 16:57 Uhr

Kunst


Galerien

Kunst




  • Artikel
  • Lesenswert (28)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Galerien

Mit diesem Würfel kann man garantiert keinen Sechser würfeln. Michael Endlichers "Dramenblechwürfel".

Mit diesem Würfel kann man garantiert keinen Sechser würfeln. Michael Endlichers "Dramenblechwürfel".© Michael Endlicher, Bildrecht Mit diesem Würfel kann man garantiert keinen Sechser würfeln. Michael Endlichers "Dramenblechwürfel".© Michael Endlicher, Bildrecht

Wo die Bäume

einkaufen gehen


(cai) Moment, soll man Eichen nicht weichen? Nur, wenn’s blitzt und donnert. Und selbst dann kann man sich in die Galerie Gans getrost reintrauen. Das Gewitter ist ja meistens draußen. Und drinnen herrscht definitiv schönes Wetter. (Auf den Bildern vom Martin Veigl scheint jedenfalls durchwegs die Sonne.) Buchen kann man hier ebenfalls suchen, aber finden wird man höchstens noch Linden.

Ein Maler, der in Wien virtuos mit Ölfarben werkt, und zwei aus Hamburg, die detailverliebt ins Holz schneiden, finden lose unter dem Titel "urban life" zusammen. (Nicht, dass Malerei nicht auch Holz enthalten würde. Hallo? Der Keilrahmen und der Pinselstiel? Und die Holzskulpturen sind bunt bemalt.) Das Leben in der Stadt also. Wobei: Von der Straße hat Ernst Groß die skurrilen Szenen, die er aus Eichenholz schnitzt, bestimmt nicht. Wer würde denn mit einem Porsche einen Gorilla transportieren? Oder Schneemänner ("save the snow")? Wer würde an einem Sportwagen überhaupt einen Anhänger montieren? Witzige, surreale Einfälle. Sehr real kommen einem dagegen Kristina Fiands "Edekafrauen" aus Lindenholz vor. (Aha, beim Edeka gehen die Bäume einkaufen.) In der einen Hand das Einkaufssackerl, in der andern: Gugelhupf, Fenchel, Mozartkugeln . . . Okay, das Rotkehlchen auf der Schulter ist ungewöhnlich. Trotz der ikonischen Strenge (als würden sie an der Ampel warten) sind das lauter individuelle Charakterstudien. Das ist nicht "die Konsumentin".

Und Martin Veigls Bilder sind sowieso nach wahren Begebenheiten gemalt. Flüchtige Alltagsszenen. Fragmente davon. Die Passanten lösen sich im öffentlichen Raum auf. Rasant wechseln gegenständliche und reine Malerei, greifen die Bildebenen ineinander. Ganz schön spannend.

Galerie Gans

(Kirchberggasse 4)

"urban life", bis 29. April

Di. - Fr.: 12 - 18 Uhr

Sa.: 12 - 15 Uhr

Jenseits von

Gut und Blabla

(cai) Jetzt muss man sogar schon abstrakte Bilder verstehen. Was sie genau ausdrücken sollen, das steht aber wenigstens eh drauf. "Dieses Bild visualisiert blabla, dass es außerhalb der Textualität nichts Äußeres mehr gibt . . ." Und dann noch irgendwas mit einem "Signifikanten". Äh, ist das Magrittes "Dies ist keine Pfeife" für Fortgeschrittene? (Nämlich ohne Pfeife.)

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-04-04 17:03:05


Bildende Kunst

Christoph Knecht

Geboren 1983 in Karlsruhe; studierte an der Royal Academy of Arts, London, am Chengdu Fine Arts College, China, und an der Kunstakademie Düsseldorf... weiter




Bildende Kunst

Claudia Märzendorfer

Geboren 1969 in Wien; Studium der Bildhauerei bei Bruno Gironcoli, Akademie der bildenden Künste, Wien; Mitglied der Wiener Secession; 2003/04... weiter




Bildende Kunst

Sonia Gansterer

Geboren 1968 in Neunkirchen; aufgewachsen in Kirchberg am Wechsel/NÖ; Studium an der Universität für Angewandte Kunst in Wien (Visuelle Gestaltung... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Internet abschaffen!
  2. Der erste deutsche Rap-Song
  3. Hupkonzert mit Flöten
  4. Corazón ist Trumpf
  5. Britney Spears kehrt nach Las Vegas zurück
Meistkommentiert
  1. Gesellschaftskritik und Liebesleid
  2. Die letzte Diva
  3. Taylor Swift bei American Music Awards gefeiert
  4. Selbsterforschung
  5. Internet abschaffen!


"Der Bauerntanz", entstanden um 1568.

Ignaz Kirchner als "Samiel", 2007, während der Fotoprobe von "Der Freischuetz" in Salzburg.  Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt.

Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt. Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta.


Werbung