• vom 23.08.2017, 16:45 Uhr

Kunst

Update: 24.08.2017, 07:13 Uhr

Lentos

"Wir müssen wissen, was uns gehört"




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Von Julia Rumplmayr

  • Die neue Direktorin Hemma Schmutz will mehr regionale Besucher anlocken und sich der Restitution widmen.

Will auf die Stärken der Sammlung des Lentos setzen: Hemma Schmutz

Will auf die Stärken der Sammlung des Lentos setzen: Hemma Schmutz© MaschekS Will auf die Stärken der Sammlung des Lentos setzen: Hemma Schmutz© MaschekS

Wiener Zeitung: Sie sind seit Mai Direktorin des Linzer Kunstmuseum Lentos. Wie ist es Ihnen in den ersten Wochen gegangen?

Hemma Schmutz: Ich versuche auf die unterschiedlichen Gruppierungen der Stadt zuzugehen und meine Vorstellungen für eine zukünftige Ausrichtung der Museen und unsere Ausstellungen zu vermitteln. Ich wurde sehr herzlich und offen empfangen, aber mir wurden durchaus sehr schnell Problemfelder bewusst.


Liegen diese vor allem in der finanziellen Ausstattung?

Ja, ein großes Problemfeld ist die Finanzsituation, auch die Personalausstattung. Ich möchte hier auch gerne Gegenwartskunst zeigen, aber da muss man viel Vermittlungsarbeit leisten. Dessen muss man sich bewusst sein.

Sie haben schon viel über die Sichtbarkeit des Museums und das Bemühen um mehr Strahlkraft gesprochen. Wie weit kann diese reichen?

Es gibt eine Problematik, die die Anbieter in den Bundesländern haben: Die Mobilität ist in den letzten Jahren geringer geworden. Es gibt ein dichtes Angebot in Wien - damit man nach Bregenz, nach Graz oder Linz fährt, braucht es schon ein starkes Angebot. Deshalb arbeiten wir auch mit den anderen Museen in der Stadt zusammen. Vor allem sind wir aufgefordert, noch stärker für unsere regionalen Besucher zu arbeiten.

Oft scheint es, als wären Lentos-Ausstellungen überregional beachteter als lokal. Es gibt keine Werbeflächen für das Museum wie in anderen Städten. Wie wollen Sie lokale Besucher besser erreichen? Mit Kunstaktionen im öffentlichen Raum?

Es scheint mir ein Spezifikum des Hauses zu sein, dass es nicht einfach ist, die lokale Bevölkerung zu erreichen. Wir müssen vermitteln, was es im Haus gibt, wie vielfältig das Lentos ist. Wir sind breit aufgestellt und jeder findet hier etwas. Wir müssen mehr Akzente setzen, damit die Leute sehen, dass hier etwas los ist. Das Haus ist ja in der Form eines Rahmens gebaut, der überdachte Freiraum lädt also zu Aktionen im öffentlichen Raum ein.

Das Lentos hat eine spannende, aber auch herausfordernde Architektur. Wie ist es Ihnen bei der Planung Ihrer ersten Ausstellungen mit dem großen Saal gegangen?

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-08-23 16:51:06
Letzte Änderung am 2017-08-24 07:13:14


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