Wien. Die persönliche Begegnung zwischen dem Fotografen und seinem Subjekt war für August Sander ein wesentliches Element, um der Wahrheit des Menschen näher zu kommen, um das Universelle der Individuen zu erkunden. Mit seinen Porträtserien "Menschen des 20. Jahrhunderts", schuf der deutsche Fotograf von 1920 bis 1954 in sieben Bänden zugleich ein Mosaik der Gesellschaft seiner Zeit. Im Fokus: Bäcker, Bäuerinnen, Banker, Grubenarbeiter, Zirkusleute, Lehrer oder reiche Frauen -- quer durch alle Schichten.

Im Wiener Westlicht sind ab Samstag 70 dieser Porträts zu sehen, als Reenactment einer Ausstellung, die Sander 1963, ein Jahr vor seinem Tod in Köln, kuratierte.

Sander, wurde 1876 in Herdorf, Deutschland als Sohn eines Bergbauzimmermanns geboren. Er arbeitete nach Abschluss der Volksschule als sogenannter Haldenjunge in den Grubenanlagen im Umland seines Geburtsortes. Der Autodidakt übersiedelte 1901 nach Linz, wo er wenig Jahre später Eigentümer eines Fotoateliers wurde. 1910 ging er zurück nach Deutschland und eröffnete in Köln sein eigenes Fotostudio.

Siehe dazu auch: Der Soziologe mit der Kamera

Ausstellung

August Sander - Porträt einer Gesellschaft
Von 24.3.2018 bis 20.05. 2018

WestLicht. Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40
A-1070 Wien
T +43 (0)1 522 66 36-60
www.westlicht.com