• vom 24.04.2018, 16:43 Uhr

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Ich bin dann einmal weg. Aus dem Bild. "Leere" (Serie, 1994) von Ingeborg G. Pluhar.

Ich bin dann einmal weg. Aus dem Bild. "Leere" (Serie, 1994) von Ingeborg G. Pluhar.© zs art galerie Ich bin dann einmal weg. Aus dem Bild. "Leere" (Serie, 1994) von Ingeborg G. Pluhar.© zs art galerie

Lass die

Erbse raus!


(cai) Das ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Nein, natürlich nicht. Weil es das Grüne von der Erbse ist. Oder das Orange von der Karotte, das Blasse vom Kartoffelpüree . . . - je nachdem, welches Bild man sich gerade anschaut. In der Galerie Emanuel Layr. Das grüne, das orange, das blasse . . .

Lisa Holzer hat allerdings keine Gemüsestillleben gemalt. Keine klassischen zumindest. Sie hat sie - püriert. Beziehungsweise hat sie gleich direkt mit dem Essen gemalt. (Ist das so, wie wenn man nicht über jemanden lacht, sondern mit ihm?) Mit kindlicher Lust hat sie herumgeschmiert. Im Stil des abstrakten Expressionismus. Oder des passiven Aggressionismus? Und ihr Werk dann abfotografiert. Extrem haptisch wirken diese Drucke. Eine starke Präsenz und Sinnlichkeit haben sie. Und man schwankt zwischen Faszination und (andächtigem) Ekel. Dafür bleibt der Blick an den picksüßen Aquarellen (oder Zuckerellen) aus kitschig gefärbtem Zuckerguss regelrecht kleben. Aber was hat das alles mit einer Party zu tun? Dort lässt man ja die Sau raus und nicht die - Erbse. (Außer man muss sich übergeben und hat vorher ein Risipisi . . .) "The Party Sequel" heißt die Serie nämlich.

Sie hätte früher auf Partys viel geweint (und damit meint sie nicht: Wein getrunken), bekennt die Künstlerin in einem Text auf zwei Postern ("I cry"), in dem sie sich selber fragt: Ist das da Malerei oder passive Aggression? Und sie beweint ihre eigenen Worte, bis die Druckerschwärze verrinnt. Ein Aquarell? Ihre Bilder bringt sie ebenfalls zum Weinen. Die sind untröstlich. Die Tränen (aus PU) auf dem Rahmenglas lassen sich jedenfalls nicht wegwischen. (Die Galeriefenster dagegen schwitzen.) Deprimierend ist die sehr körperliche Ausstellung mit dem unanständigen Titel "I come in you" trotzdem nicht. Eher - ambivalent.

Galerie Emanuel Layr

(Seilerstätte 2)

Lisa Holzer, bis 5. Mai

Mi. - Fr.: 12 - 18, Sa.: 11 - 15 Uhr

Auch die Leere

wirft einen Schatten

(cai) Man kann ein sehr persönliches, geradezu familiäres Verhältnis zur Kunst haben und trotzdem per Sie mit ihr sein. Oder eigentlich mit ihm. Dem Kunstl. Die Kunst ist nämlich anscheinend ein Mann. Und der ist der Brieffreund von der Ingeborg G. Pluhar. ("Lieber Kunstl!") Er schreibt halt nie zurück, wenn sie ihm anvertraut, was sie über ihn so denkt.

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Dokument erstellt am 2018-04-24 16:48:32


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Geboren 1973 in Wuppertal; studierte Kommunikationsdesign bei Wolf Erlbruch. Sie lehrte als Dozentin an der Folkwang Universität der Künste in Essen... weiter




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Geboren 1963 in Mödling, aufgewachsen in Wien, Studium mit Schwerpunkt Figurentheater am Institut del Teatre in Barcelona; Sieben Jahre Mitarbeit bei... weiter




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Geboren 1956 in Tulln, Matura, Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien; freier Journalist und Pressefotograf, Öffentlichkeitsarbeit in der Politik... weiter





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