• vom 01.05.2018, 15:25 Uhr

Kunst


Galerien

Kunst




  • Artikel
  • Lesenswert (12)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Galerien

In Wien (unten) wartet Ulrike Königshofer mit der Kamera auf die Sonne aus L. A. "Same Time. Different Time."

In Wien (unten) wartet Ulrike Königshofer mit der Kamera auf die Sonne aus L. A. "Same Time. Different Time."© Ulrike Königshofer In Wien (unten) wartet Ulrike Königshofer mit der Kamera auf die Sonne aus L. A. "Same Time. Different Time."© Ulrike Königshofer

Das Glück ist
ein Hexaeder

(cai) Die Malerei hat bekanntlich ebenfalls Töne. (Farbtöne.) Und die Bilder vom Hans Florey sind sogar so musikalisch wie Notenblätter. Jedenfalls schauen die Notationen für seine Musikstücke genauso aus wie das, was in der Galerie Lindner an den Wänden hängt. Bunt, streng, rational, viel Geometrie. (Nicht, dass der 2013 verstorbene Komponist und Maler nicht auch konventionelle Noten geschrieben hätte. Schwarze.)


Ich könnte mich jetzt also theoretisch mit meiner Blockflöte davorstellen (na ja, ein anderes Instrument hab ich halt nicht gelernt) und . . . hätte nicht die geringste Ahnung, was ich spielen soll. Oder welche Klänge sich überhaupt aus dem ausgeklügelten Farbsystem und den darin aufgelösten Platonischen Körpern herausholen lassen. (Platonische Körper? Nein, keine Leiber, die eine asexuelle Beziehung haben. Sondern Tetraeder, Hexaeder . . .) Alles Mögliche soll da nämlich drinstecken: die Zwölftonmusik (zwölf Töne krieg ich aus der Blockflöte zur Not auch raus), Mathematik, Floreys "ganzheitlich-harmonikales Gesetz". Kompliziert. Aber kann ich die Kompositionen nicht einfach ganz in Ruhe betrachten? Ohne Musik? Und ungestört das genießen, was zu sehen ist? Die Ordnung? Dass alles so schön aufgeräumt ist? (Hm. Ein Würfel hat sechs Seiten. Auf dem Blatt befinden sich sechs Farben und lauter Schrägrisse von Würfeln. Sicher kein Zufall.)

Außerdem erwähnt der Titel der Ausstellung kein einziges Schallereignis: "Das Bild als Symbol des Glücks." Denn in einer Rede hat der Künstler 1977 gemeint: "Jedes meiner Bilder verstehe ich als Symbol unmittelbaren Glücks." Glück definiert er übrigens so: "Zustand, bei dem sich die Welt als Erscheinung auflöst." Hört sich sehr nach abstrakter Kunst an. Könnte die es folglich sein, die die Menschen glücklich macht?

Galerie Lindner

(Schmalzhofgasse 13/3)

Hans Florey, bis 25. Mai

Do., Fr.: 14 - 18 Uhr

Weiße Nächte
in der Lobau

(cai) Welche Farbe hat das Gras in der Nacht? Dieselbe, die es am Tag hat: Grün. Man kann es bloß nicht sehen. (Mit freiem Auge.)

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-05-01 15:30:33


Bildende Kunst

Matthias Lautner

Geboren 1981 in Wien; 1999 Matura; 2000 Zivildienst im Flüchtlingsheim der evangelischen Diakonie; 2001-2006 Studium an der Akademie der bildenden... weiter




Bildende Kunst

Claudia Larcher

Geboren 1979 in Bregenz, 2001- 2005 Studium Medienübergreifende Kunst bei Prof. Bernhard Leitner, Universität für Angewandte Kunst... weiter




Fotografie

Catharina Freuis

Geboren 1985 in Wien; 2004- 2011 Studium der Bildenden und Medialen Kunst, Fotografie, an der Universität für Angewandte Kunst Wien... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Die Spannung der Stille
  2. Sharon Van Ettens Wandel mit Zuversicht
  3. James Blake entdeckt die Liebe
  4. Mit Furor zum Feuerzauber
  5. Micah P. Hinson: Apokalypse mit Gitarre
Meistkommentiert
  1. "Kammermusik ist fast wie Urlaub"
  2. Martha, Martha, du entschwandest


Der Deutsche gab am Pult im Goldenen Saal des Musikvereins den Kapellmeister Deluxe.

Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker. Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk.

Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913


Werbung