• vom 08.05.2018, 16:17 Uhr

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Fingerfood? Was auf dem "Teller" (Serpentin Tauerngrün) vom Peter Dörflinger drauf ist, das muss man einfach angreifen.

Fingerfood? Was auf dem "Teller" (Serpentin Tauerngrün) vom Peter Dörflinger drauf ist, das muss man einfach angreifen.© Peter Dörflinger Fingerfood? Was auf dem "Teller" (Serpentin Tauerngrün) vom Peter Dörflinger drauf ist, das muss man einfach angreifen.© Peter Dörflinger

Was hängt an der

Wand und ist blau?


(cai) In der Galerie Gerersdorfer, dort hängt ein so erfrischendes Bild, das ist genau das Richtige für heiße Tage. Da möchte man gleich hineinköpfeln. Ins kühle Nass. Kühles Nass? Na ja: Wasser. (Nein, es handelt sich nicht um ein Aquarell.) Welches "Wasser"? Na, das swimmingpoolblaue, das die sommerlich gekleideten Leute anspritzt. Ach so, dieses Wasser. Das ist allerdings gar keins. Das ist Farbe. Und nicht einmal Wasserfarbe. Sondern Öl. Öl auf Leinwand.

Beim Martin Veigl planschen die Menschen nämlich gern in purer Malerei. Tauchen aus einem malerischen Grund auf, verbinden sich mit ihm, beginnen sich aufzulösen. Die Farbe verselbständigt sich, wird selber zum Gegenstand. Der schwungvolle Pinselstrich, der den Passanten in diesen flüchtigen Alltagsszenen, in diesen oft ziemlich intimen Ausschnitten aus der urbanen Hektik manchmal das Handy aus den Pratzen reißt (quasi), ist also sicher kein Vandalismus. Spannend, der dynamische Dialog zwischen dem Figurativen und der abstrakten Geste. Und echtes Licht von draußen hat der Künstler offenbar auch noch hineingemischt. In seinen Bildern eingefangen. Jedenfalls scheint in allen sehr realistisch die Sonne. (Nicht, dass man als Betrachter jetzt eine Sonnenbrille bräuchte.) Und was machen die dargestellten Personen so? Herumgehen, rumstehen, rumsitzen, Sackerln tragen . . . Die eigentlichen Geschichten, die hier erzählt werden, handeln aber sowieso von der Lust am Malen und am Schauen.

Wasser hab ich übrigens doch noch welches gefunden. Das ist mir im Mund zusammengeronnen, als ich folgende Bildtitel gelesen habe: "Krokant", "Chocolate Chip", "Sorbet". Und bei diesen gemalten Eisbechern, die seltsamerweise "Urban Flow" heißen. (Flow: der Strom, das Fließen. Weil das Eis in der Hitze der Malerei zerschmilzt?)

Galerie Gerersdorfer

(Währinger Straße 12)

Martin Veigl, bis 19. Mai

Do. - Sa.: 11 - 20 Uhr

Das Runde muss

in die Finger

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Dokument erstellt am 2018-05-08 16:24:44


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Geboren 1963 in Mödling, aufgewachsen in Wien, Studium mit Schwerpunkt Figurentheater am Institut del Teatre in Barcelona; Sieben Jahre Mitarbeit bei... weiter




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