• vom 05.06.2018, 16:07 Uhr

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Seine Farben sind wirklich sehr stofflich: "Cyan" (2018) von Drago Persic.

Seine Farben sind wirklich sehr stofflich: "Cyan" (2018) von Drago Persic.© bechter kastowsky galerie Seine Farben sind wirklich sehr stofflich: "Cyan" (2018) von Drago Persic.© bechter kastowsky galerie

Zu leicht für

die Schwerkraft


(cai) Ist Eisen nicht eigentlich ein Schwermetall? Ja eh. Und das weiß der Behruz Heschmat sicher auch. Schließlich hantiert er dauernd damit herum. Ist ihm aber anscheinend völlig wurscht, dass Eisen nun einmal schwerer zu sein hat als Luft. Bei ihm ist es trotzdem leichter, als es selber wiegt. Außerdem würde sonst die Ausstellung in der Lukas Feichtner Galerie doch wohl nicht "Ästhetik des Schwebens" heißen. Sondern "Ästhetik des Plumpsens". Oder?

Abenteuerliche Konstruktionen. Ungläubig schaut man zu, wie eiserne "Bauklötze" der Schwerkraft waghalsigst davonkraxeln. Ein bissl ist das wie bei diesen levitierenden Straßenkünstlern, die in der Luft sitzen und bloß mit einem Stab, an dem sie sich lässig anhalten, "geerdet" sind. Man weiß, das liegt nicht an der Kraft der Meditation, sondern an der Kraft des Schummelns. Der Faszination kann man sich freilich genauso schwer entziehen wie der Erdanziehung. Der in Wien lebende und schweißende Exiliraner hat natürlich ebenfalls seine Tricks, wenn er seine Würfel und Quader, die sich dabei lediglich an einer Kante berühren, empor- und zur Seite wachsen lässt. Immer in einem rechten Winkel.

Wirkt vielleicht ein wenig "grobpixelig". Klobiger zumindest als die rundlicheren gebrochenen Stelen des Künstlers, die sich mit ihren multiplen Frakturen in einem filigranen Balanceakt beharrlich und unbeugsam zu einem Manifest der Hoffnung erheben. Aber ist Eisen nicht selber ein kubistisches Kunstwerk? Besteht seine Mikrostruktur nicht aus lauter Kuben? Würfeligen Pixeln? Aus (gedachten) Würfeln, wo in jeder Ecke und in der Mitte ein Eisenatom pickt? Und dann sind Heschmats Skulpturen auch noch so malerisch nachgereift. Verrostet. Die Schönheit vergeht also doch nicht. Sie wird nur pittoresker.

Lukas Feichtner Galerie

(Seilerstätte 19)

Behruz Heschmat, bis 30. Juni

Di. - Fr.: 10 - 18, Sa.: 10 - 16 Uhr

Das Grün gibt’s

jetzt auch in Blau

(cai) Ein Tuch. Auf jedem Bild ist es drauf. (Dasselbe oder das gleiche? Beides.) Nein, keines für den Kopf. Keines, das polarisiert oder irgendwen aufregt. Und was ist an dem dann so interessant? Seine ganz spezielle Farbe. Wieso, welche hat es denn? Alle.

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Dokument erstellt am 2018-06-05 16:17:14


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Geboren 1963 in Mödling, aufgewachsen in Wien, Studium mit Schwerpunkt Figurentheater am Institut del Teatre in Barcelona; Sieben Jahre Mitarbeit bei... weiter




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Geboren 1956 in Tulln, Matura, Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien; freier Journalist und Pressefotograf, Öffentlichkeitsarbeit in der Politik... weiter




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