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Kunst

Update: 11.09.2018, 17:36 Uhr

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  • Steirischer Herbst: Im Zentrum des ersten Festivals von Ekaterina Degot steht ein Mix aus Installationen, Performances und Diskurs.

"The Sound of Music" in der Version von Laibach: garantiert kitschfrei. - © Laibach

"The Sound of Music" in der Version von Laibach: garantiert kitschfrei. © Laibach

Graz. (pat) "Es handelt sich fast ausschließlich um Auftragsarbeiten", preist Intendantin Ekaterina Degot ihre erste Ausgabe des Steirischen Herbstes an. Kernstück des Programms der neuen Intendantin sind die sogenannten "Volksfronten". Mit diesem Mix aus Installationen, Performances und diskursiven Arbeiten will man sich von der tradierten Aufteilung in Genres verabschieden.

Das Mehrsparten-Festival wird demnach noch interdisziplinärer, der Fokus liegt künftig auf den "visual arts", der US-amerikanische Begriff beinhaltet nicht nur Ausstellungen, sondern auch performative Auseinandersetzungen.

Information

Steirischer Herbst
Von 20. Sept. bis 14. Okt.
Info: www.steirischerherbst.at

Die "Volksfronten" verteilen sich über 20 Grazer Ausstellungsorte, mehr als 40 Künstler wirken mit. Die Moskauer Künstlerin Irina Korina wird etwa die List-Halle, traditionell die Bühne der Eröffnungspremieren, in eine Art botanisch-nationalistischen Garten verwandelt. In der Großinstallation "Schnee von gestern" werden während des Festivals Blumen in künstlichen Blasen erblühen. Es handelt sich dabei laut Degot "um eine lustige Mischung aus geträumter Natur und Plastik".

Im Kunstlabor

Ivan Vyrypaevs "The Iran Conference" ragt aus den performativen Interventionen hervor, dabei sollen politische Diskurse in ein theatrales Setting überführt werden. Christian von Borries Projekt "Land der Musik" verspricht eine Art Anti-Neujahrskonzert. Das "anarchistische Labor einer kommenden Revolution", ein Unterfangen des ungarischen Künstlerduos Igor & Ivan Buharov, hat im Hauptquartier der Grazer KPÖ Fuß gefasst.

Eröffnet wird das Festival am kommenden Donnerstag (20. September) mit einer Straßenparade der US-amerikanischen Bühnen-Aktivisten Bread & Puppet Theatre, weiters untersucht die slowenische Gruppe Laibach anhand von "Sound of Music", ob sich Antikommunismus nicht als Antifaschismus tarnen kann.

Trotz aller Neuerungen gibt es Kontinuitäten: In Kooperation mit der Camera Austria gibt es ein Symposium über Fotografie, die herbstbar kehrt in die Grazer Postgarage zurück. Das musikprotokoll ist nach wie vor Teil des Festivals und findet von 4. bis 7. Oktober statt. Neu ist indes das Ticket-System: Für nur 29 Euro gibt es erstmals einen Festivalpass für alle Veranstaltungen.





Schlagwörter

Vorschau, Steirischer Herbst

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-11 16:24:09
Letzte Änderung am 2018-09-11 17:36:23


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