August Sanders "Handlanger" (1928). - © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur - August Sander Archiv, VG Bild-Kunst

Ausstellungskritik

Der Soziologe mit der Kamera

  • Westlicht zeigt den Klassiker neusachlicher Fotografie: August Sander mit einem Porträt einer Gesellschaft.

Mit "Antlitz der Zeit" stellte Fotograf August Sander (1876-1964) "sechzig Aufnahmen deutscher Menschen" 1927 in Köln vor. 1929 ist diese Serie als Teil von "Menschen des 20. Jahrhunderts" in einer Publikation erschienen, für die der bekannte Dichter Alfred Döblin ein Vorwort schrieb. Er nannte Sander den "Soziologen mit der Kamera" und dieses rar... weiter





Alles nur Theater: "Theatres of the Mind (Viewpoint)" von Stefan Peters. - © bechter kastowsky galerie

Galerien

Kunst15

Alle Farben sind schon da (cai) Da war die Malerei wohl wieder einmal größer als das Bild. Jedenfalls hängt sie pastos über den Rand der Leinwand. Fast wie ein XL-Schnitzel über den Teller. Mit sichtlicher Lust schwelgt der Richard Jordan in der bunten Materie, verstreicht sie großzügig. Horizontal und vertikal... weiter




"Entspannter" Weihnachtseinkauf von William Klein, 1954. - © W. Klein

Ausstellung

Kürlauf durch die Fotografie-Geschichte

  • Klaus Albrecht Schröder hat für "The Director’s Choice" seine Favoriten aus der Albertina-Fotosammlung ausgewählt.

Es schien ihm doch fast ein bisschen peinlich zu sein. Bei der Präsentation von "The Director’s Choice" entschuldigte sich Klaus Albrecht Schröder beinahe für die "Anmaßung", eine subjektive Auswahl aus der großen Fotosammlung der Albertina getroffen zu haben. 120 Meisterwerke aus dem rund 100... weiter




Jeno Barcsays "Rote Jungen (Arbeiter)" um 1928. - © Museum of Fine Arts/Hungarian National Gallery

Ausstellungskritik

Unaufhaltsame Avantgarde2

  • Das Belvedere präsentiert zum Gedenkjahr die Ausstellung "Klimt ist nicht das Ende".

Im Gedenkjahr der großen Toten klingt ein Titel wie "Klimt ist nicht das Ende" natürlich provokant. Obwohl es eine Tatsache ist, dass weder der Tod von Gustav Klimt noch jener von Egon Schiele die Avantgarde 1918 aufhalten konnte. Im Gegenteil: Der Erste Weltkrieg war vorbei und trotzdem Künstler aus der untergegangenen Donaumonarchie wie Jan... weiter




Weltuntergangsflyer, Religionspamphlete, Infobroschüren: Die Kreativszene entdeckt den Risograph wieder. - © Charlotte Maconochie

Druck

Do-it-yourself mit Rock’n’Roll-Erdung4

  • Der Mikroverlag "Soybot" organisiert am 24. und 25. März eine Messe für "Independent Publishing" in Wien.

UFO-Attacken auf den Stephansdom, dreiäugige Monstervisagen mit Roboterhunden, homoerotische Wrestling-Abenteuer mit hämischen Schiedsrichtern, eingebettet in ausgeklügelte Op-Art: Was wie ein beunruhigender LSD-Trip klingt, offenbart sich völlig real in einem Atelier gleich neben dem Wiener Augarten: Willkommen bei Soybot... weiter




Im Februar bescherten die Obamas dem Museum nach eigenen Angaben den meistbesuchten Monat seit drei Jahren. - © APAweb/AFP, Mark Wilson

Blickfang

Michelle Obamas Porträt wird wegen großen Andrangs umgehängt1

  • Für "großzügigeres Besuchererlebnis" in der National Portrait Gallery in Washington.

Washington. Die ehemalige US-First-Lady Michelle Obama ist auch in Porträtform weiter sehr populär: Die National Portrait Gallery in Washington hat aufgrund des großen Besucherandrangs das Bild der früheren First Lady nach einem Monat umgehängt. Wie das Museum am Dienstag auf Twitter schrieb, soll das Porträt künftig im zweiten Stock ein... weiter




Puzzle für die Füße: Mit denen sucht man sich den idealen Ort zum Schauen. "Perfect Angle" von Hans Kotter. - © Galerie Michaela Stock

Galerien

Kunst17

Nicht auf den Sturm schießen! (cai) Was hat es zu bedeuten, wenn jemand seine Wände mit Hangerln volltapeziert? Keine Ahnung. Aber es soll was mit dem Hurrikan Irma vom Vorjahr zu tun haben. (Und eigentlich sind das nicht "seine" Wände, die gehören der Gabriele Senn Galerie.) Um eine energetische Reinigung handelt es sich jedenfalls nicht... weiter




Galt als Radikal: Otto Wagner, porträtiert von Gottlieb Theodor Kempf von Hartenkampf im Jahr 1896. - © Wien Museum

Ausstellungskritik

Der Großstadtvisionär9

  • Das Wien Museum würdigt Stararchitekt Otto Wagner zum 100. Todestag mit einer sehenswerten Großausstellung.

Nach 55 Jahren widmet das Wien Museum Otto Wagner (1841- 1918) eine Ausstellung, für die sogar die Schausammlung im ersten Stock weichen musste. 1963 hatte der Kunsthistoriker Otto Antonia Graf die erste konzipiert. Erstmals wird aber Wagners Frühwerk ab den 1860er Jahren stärker gewürdigt, und nicht nur die Rolle des modernen Architekten... weiter




Karikaturist und Architekt: Gustav Peichl. - © Paul Schirnhofer

MAK

Jedem Haus seine erogene Zone2

  • Das MAK präsentiert 15 Bauten zum 90. Geburtstag von Architekt Gustav Peichl.

Am Sonntag, 18. März, feiert er seinen 90er und immer noch besteht Gustav Peichl auf der Zeichnung als Ideenskizze und erstem Denken auf dem Papier - der Computer hält ihm das Körperliche zu weit fern, von dem seine Häuser ausreichend haben: Jeder Architektur ihre erogenen Zonen, propagiert er. Folglich sollten die Bewohner gerne rein- und ungern... weiter




Blickt in die Zukunft: Tristram Hunt, 43, leitet seit 2017 das Victoria & Albert Museum. - © Hallen/afp

Victoria & Albert Museum

Ein Museum als Schulraum für alle4

  • Ein Gespräch mit dem Victoria & Albert Museum-Direktor Tristram Hunt über Pink Floyd, Winnie the Pooh und den Brexit.

Er war bereits für zwei Jahre Minister für Bildung und Erziehung. Zumindest im Schatten. Es sind nicht nur solche traditionellen Gepflogenheiten des politischen Systems Großbritanniens, dass die Oppositionspartei den regulären Ministern Schattenminister gegenüberstellt, sondern auch die kommenden politischen... weiter




Peter Wolf wedelt mit der Toga.

Theaterkritik

Das Museum vor lauter Texten

  • Im Kunsthistorischen Museum sucht "Ganymed Nature" die Schauseiten der Natur.

Bereits zum fünften Mal bespielen Regisseurin Jacqueline Kornmüller und Produzent Peter Wolf das Kunsthistorische Museum. Nach "Ganymed Female" im Frühjahr 2017 läuft derzeit "Ganymed Nature" bis Anfang Juni einmal wöchentlich. Das Konzept ist gleich geblieben. Ausgewählte Autoren und Autorinnen schreiben zu ausgewählten Werken der Sammlung des... weiter




Frühe Kritik an der Digitalisierung: Keith Harings düsterer Blick auf den noch jungen Computer als gierige Raupe, die den Menschen kopflos und sich untertan macht aus dem Jahr 1983. - © Keith Haring Foundation

Ausstellung

Der doppelte Boden der Einfachheit7

  • Grelle Blicke in ein Meer von Abgründen: Die Albertina würdigt den Zeichner Keith Haring.

Die abgegrenzten Schutzzonen der Museen und Galerien hat Keith Haring nie angestrebt. Die Straße, genauer die Subway-Stationen von New York waren viele Jahre sein künstlerisches Labor. Dort entwickelte der US-amerikanische Ausnahmekünstler Anfang der 1980er Jahre die für ihn typische Zeichensprache. Die gesichtslosen Strichfiguren mit den... weiter




Sie traut sich: Christy Astuy (links - und rechts auch). "Ich heirate mich selbst." - © Paul Kolp

Galerien

Kunst14

Jenseits von lang und weilig (cai) Bekanntlich hat alles ein Ende, wohingegen die Wurscht gleich zwei Mal verendet. Nein, Tschuldigung: endet! Einmal vorne und einmal hinten. Das, was in der Galerie Crone rumliegt, ist definitiv keine Wurscht. Aber es hat zwei besonders lange Enden. Und unter dem spiegelnden Glanz kann man beim besten Willen nimmer... weiter




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Bildende Kunst

Ulrike Möltgen

Geboren 1973 in Wuppertal; studierte Kommunikationsdesign bei Wolf Erlbruch. Sie lehrte als Dozentin an der Folkwang Universität der Künste in Essen... weiter




Bildende Kunst

Karin Schäfer

Geboren 1963 in Mödling, aufgewachsen in Wien, Studium mit Schwerpunkt Figurentheater am Institut del Teatre in Barcelona; Sieben Jahre Mitarbeit bei... weiter




Fotografie

Rainer Friedl

Geboren 1956 in Tulln, Matura, Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien; freier Journalist und Pressefotograf, Öffentlichkeitsarbeit in der Politik... weiter





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  2. Effekthascherei


Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.