Geboren 1975 in Gaschurn (Vorarlberg); Studium der Germanistik, Publizistik und Kunstgeschichte an der Universität Wien; Besuch der Akademie der Bildenden Künste (Meisterklasse für Kunst und Fotografie bei Eva Schlegel und Matthias Herrmann); Meisterklasse für erweiterten malerischen Raum bei Franz Graf, Judith Huemer und Josephine Pryde; Schule für künstlerische Fotografie, Friedl Kubelka, Wien; zahlreiche Ausstellungen; vertreten durch die Galerie Mi-chaela Stock in Wien.

Lebt und arbeitet in Wien.

Die Abbildungen stammen aus dem Buch von Marko Zink, M 48° 15‘ 24.13" N, 14° 30‘ 6.31" E, das im August 2019 im Mandelbaum Verlag erscheint.

Siehe auch: www.markozink.com

Mit fotografischen Mitteln versucht Marko Zink ein zweifaches Verschwinden sichtbar zu machen: die Auslöschung von Menschen und die Tilgung von Erinnerung. Eine intensive Auseinandersetzung mit einer Vergangenheit, die nicht verjährt. Die von Marko Zink gewählte Kunstform ist die analoge Fotografie. Er bearbeitet seine Filme, ehe er sie belichtet. Er kocht oder stanzt sie, behandelt sie mit Chlor oder Tintentod. Mit diesem filigranen Filmmaterial fotografiert er ausgewählte Orte in- und außerhalb des ehemaligen Konzentrationslagers. Manchmal wirken Zinks Fotoarbeiten wie historische Fundstücke, rasch und heimlich aufgenommen, ausgebleicht von der Sonne, halb zerstört durch die Einwirkungen der Zeit. Manchmal scheinen die Fotos mit ihren Beschädigungen auf einer eigenen Ebene von jenem Ungeheuerlichen zu berichten, das sich hier vor weniger als acht Jahrzehnten zugetragen hat. Und manchmal scheint auf ihnen etwas sichtbar zu werden, was nur scheinbar nicht mehr zu sehen ist. Marko Zink erinnert uns mit seiner Arbeit daran, dass es möglich ist: Was an das Vergangene erinnert, und was vor dem Kommenden warnt - es ließe sich alles sehen. Wenn wir nur wollen. (Wolfgang Huber-Lang)