"Eva Wagner bestimmt das Tafelbild als ein Feld, das malerische Eigenschaften mit fotografischen Qualitäten spannungsreich verbindet. Trotz der unterschiedlichen, ja fast diametral entgegengesetzten medialen Realitäten führt Wagner ein harmonisches Miteinander vor; ein sanftes, elegantes Verweben, Überlagern von Farbflecken, geronnenen Farbspuren mit figurativ Motivischem. Die Künstlerin ordnet jedoch die Farbe nie vollends der Abbildung unter, der Malvorgang per se ist für die Malerin von großer Bedeutung. Behutsam und kontrolliert lässt sie die flüssige Farbsubstanz auf das Textil der Leinwand rinnen, oder verstreicht sie, sodass eine feine atmosphärische Räumlichkeit aufgebaut wird. Diese Sphäre ist sozusagen der verschleierte, ja mystische Schauplatz der Handlung: Alltagsszenen, Hunde, Frauenakte schimmern durch die verschwommene Matrix." (Florian Steininger)

Geboren 1967 in Salzburg; Studium der Akademie für angewandte Kunst in Wien; 1992 Stipendium in Italien; 1995 Preis der Bauholding AG; 1996 Stipendium in Paris; 1997-1998 Arbeit in Marrakesch, Marokko; 2004 Arbeit in Dakar, Senegal; 2005 Anton Faisauer Preis; 2008 Kapsch-Kunstpreis; 2011 Nominierung zum "Großen Salzburger Kunstpreis".

Lebt und arbeitet seit 2009 in Goa, Indien.

Siehe auch: www.evawagner.at