"Robert Kabas interessiert sich vor allem für Fragen über den Raum, die Fläche und den Faktor ‚Zeit‘ in einem statischen Bild. Der zeitliche Aspekt ist in allen Arbeiten evident: das Material selbst, auf dem der Künstler arbeitet, ist meist benutztes Papier, etwa die Rückseite von geschriebenen Texten oder Vordrucken, Millimeterpapier oder auch Blindenschriftpapier. Es entstammt fremden Zusammenhängen, verweist auf Vergangenes.
Die Art, wie Kabas seine Bilder anlegt, lässt die Entstehungsabfolge deutlich ablesen. Schicht für Schicht arbeitet er sich mit unterschiedlichsten Materialien - Acryl, Tusche, Collage, Buntstift und Kugelschreiber - zu einer Form hin. Diese Arbeitsweise ermöglicht es dem Betrachter, den zeitlichen Prozess der Bildwerdung nachzuvollziehen. Er erfährt alles über das Material und über die Entstehung des Bildes. Der Künstler macht kein Geheimnis daraus. Die Schrift - als Collage oder hand- geschrieben - unterstreicht den narrativen Charakter."
(Martina Eiden)

Robert Kabas

Geboren 1952 in Scheibbs, NÖ; 1971-76 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Diplom für Malerei und Lehramt; Staatsstipendium; Auslandsstipendium nach Ägypten; Gastateliers in München und Wolfsburg; Würdigungspreis des BM für Wissenschaft und Forschung; Theodor Körner Preis; 1971-76 1. Preis Graphikwettbewerb Musikland Österreich; Förderungspreis der Stadt Wien; zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Lebt in Purgstall und Wien.

Siehe auch Website von Robert Kabas