- © Stefan Oláh
© Stefan Oláh

Üblicherweise Unzugängliches wird auf über 100 großformatigen Fotografien von Stefan Oláh sichtbar gemacht. Sie nehmen eine Vermittlerrolle zwischen dem Verborgenen und dem Öffentlichen ein. Diese Bilddokumentation zeigt Bemühungen um den Erhalt von Kulturgut im Depot, eine oft unterschätzte Leistung von Museen und Sammlungsverantwortlichen. Die Bestandsaufnahme erfolgt am Beispiel von mehr als 20 Museumsdepots in ganz Österreich. Vertreten sind Kunstmuseen ebenso wie volkskundliche, technische, archäologische, naturhistorische, audiovisuelle oder kirchliche Sammlungen.
Gleichzeitig stellen ausgewählte Autorinnen und Autoren in kurzen Essays Museumsdepots als lebendige und faszinierende Orte vor. Als Orte, an denen es zu überraschenden Objekt-Nachbarschaften kommt, als Orte unerwarteter Entdeckungen. Gleichzeitig gilt das Depot als umstrittener Ort, der Ein- und Ausschlussverfahren im musealen Selektionsprozess manifest werden lässt.

Stefan Oláh

Geboren 1971 in Wien; 1991–1994 Studium an der staatlichen Fachakademie für Fotodesign, München; neben seiner künstlerischen Arbeit und Publikationstätigkeit (über "Tankstellen", Roma 2010, "Österreichische Architektur der Fünfziger Jahre", "Stadtbahnbögen", Metro 2012, und "Würstelstände", Pustet 2013) fotografiert Oláh Bildserien für verschiedene Auftraggeber aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Öffentliche Hand. Außerdem ist er Senior Artist und Lehrender an der Universität für angewandte Kunst.
Oláh lebt mit seiner Familie in Wien.

Siehe auch: www.olah.at

Die Abbildungen stammen aus dem Buch "Museumsdepots", herausgegeben von Martina Griesser-Stermscheg (Text) und Stefan Oláh (Fotografien), erschienen im Verlag Anton Pustet.