- © Manfred Grübl
© Manfred Grübl

Während der Dauer einer Ausstellungseröffnung positionieren sich acht uniform gekleidete Personen nach einem geschlossenen orthogonalen System im Raum und bleiben bis zum Ende der Veranstaltung in dieser Position stehen. Innerhalb dieses Systems wird die jeweilige Ausrichtung an den nächststehenden Akteur weitergegeben. Zunächst wirken die Personen als irritierende singuläre Erscheinung. Je mehr sich der Raum aber später leert, desto eher wird die Struktur der personellen Installation im gegengleichen Prinzip zur Ausstellungseröffnung sichtbar (je mehr Ausstellungsbesucher im Raum sind, desto weniger wird man das personelle System erkennen, und je weniger Personen im Raum sind, desto nachvollziehbarer wird dieses System) und löst sich mit dem letzten Besucher auf. Es könnte sich um ein und dieselbe Person handeln, die sich acht Mal im Raum befindet, eine Art Replikation, die auf die sie umgebenden räumlichen und gesellschaftlichen Systeme anspielt.

Manfred Grübl

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Geboren 1965 in Tamsweg; 1994 Architektur bei Hans Hollein (Hochschule für angewandte Kunst in Wien); 1996 Neue Medien bei Peter Kogler (Akademie der bildenden Künste in Wien); 1998 Skulptur bei Bruno Gironcoli (Akademie der bildenden Künste in Wien); Stipendien für London, Boston, Paliano, Mexiko, Helsinki, Istanbul; seine vielseitige Arbeit umfasst Installationen, Performance, Foto, Video und Skulptur; Kunst ist für Manfred Grübl aber auch Interaktion und Kommunikation; zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum; zahlreiche Einzelausstellung und Ausstellungsbeteiligungen.
Lebt und arbeitet in Wien und Haag am Hausruck

Siehe auch Website von Manfred Grübl