- © Gerd Ludwig
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Gerd Ludwig hat in den letzten 20 Jahren Tschernobyl neun Mal besucht. Und er hat sich weiter als jeder andere Fotograf in den "Bauch" von Reaktor #4 vorgewagt, um die größte nukleare Katastrophe der Geschichte zu dokumentieren. Mit packenden und berührenden Fotografien ist dieses Buch ein Buch des Erinnerns, denn Tschernobyl verschwindet. Im Wortsinn. Ein zweiter "Sarkophag", das 2,2 Milliarden teure New Safe Confinement wird in Kürze das bekannte Bild des von der Explosion am 26. April 1986 zerstörten Reaktors für immer hinter einer High-Tech-Konstruktion verschwinden lassen.

Es ist vor allem ein Buch des Erinnerns an jene Menschen, die diese Tragödie durchleiden müssen. "Mich treibt die Verpflichtung", sagt Gerd Ludwig, "im Namen von stummen Opfern zu handeln, um ihnen mit meinen Bildern eine Stimme zu geben. Bei meinem Aufenthalt in Tschernobyl habe ich viele verzweifelte Menschen getroffen, die bereit waren, ihr Leiden öffentlich zu machen – einzig beseelt von der Hoffnung, Tragödien wie jene in Tschernobyl zukünftig zu verhindern."

Gerd Ludwig

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Geboren 1947 in Alsfeld, Hessen, arbeitet seit 25 Jahren für National Geographic. Im Zentrum seines Interesses steht die Dokumentation der sozial-ökonomischen Veränderungen in den Ländern der ehemaligen Sowietunion nach dem Ende des "Kalten Krieges". Ludwig hat zahlreiche Preise erhalten, unter anderem 2006 den Lucie Award als "International Photographer of the Year". Auf der Photokina 2014 wurde er von der Deutschen Photographischen Gesellschaft mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis für sein Lebenswerk geehrt. Auch sein zuletzt bei Edition Lammerhuber erschienenes Buch über Tschernobyl wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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Die Abbildungen dieser Seite stammen aus dem Buch von Gerd Ludwig "Der lange Schatten von Tschernobyl" und ist in der Edition Lammerhuber erschienen. (Mit einem Essay von Michail Gorbatschow)

Siehe auch: www.gerdludwig.com