- © Emil Gataullin
© Emil Gataullin

Er sieht, was andere übersehen würden. Er zaubert mit dem Nichts. Er schafft es, auch aus banalsten Alltagsszenen Bilder von besonderer Magie zu machen. Der russische Fotograf Emil Gataullin, im Westen noch weithin unbekannt, ist ein Meister der poetischen Schwarz-Weiß-Fotografie, einer Fotografie, die an Henri Cartier-Bresson denken lässt. Sein Thema: das russische Dorf, das Leben fernab der großen Entscheidungen und Sensationen.

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© Emil Gataullin

Gataullins Werk ist zugleich Dokumentation wie fotografisches Gedicht, es tanzt auf dem Grat zwischen bewusster Kargheit und Zurückhaltung und zärtlicher Komposition. Gataullins Bilder sind weder verklärend noch zynisch. Sie sind eine Liebeserklärung an ein Russland, das jenseits von Moskau beginnt. Sie schreiben dem Betrachter nichts vor – und sind gerade deshalb so geheimnisvoll.

Emil Gataullin

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© Emil Gataullin

ist ein russischer Monumental- und Freskomaler. Er studierte am V. Surikov Moscow State Academy Art Institue. Kurz nach der Jahrtausendwende begann er sich für Fotografie zu interessieren, und fand im Fotografietheoretiker Alexander Lapin seinen Lehrer und Mentor. Seine Liebe gehört der Schwarz-Weiß-Fotografie mit zunehmend häufigeren Ausflügen zur Farbe. Emil Gataullin ist 44 Jahre alt und lebt in Korolyov bei Moskau.

Die Abbildungen stammen aus dem Buch von Emil Gataullin, "Bis zum Horizont", mit einem Text von Peter-Matthias Gaede, erschienen in der Edition Lammerhuber – Visual Poetry.

Siehe auch Website von Emil Gataullin