- © Bakos Tamás
© Bakos Tamás

"In den Bildern von Bakos Tamás ist das Echo vielfältiger Verwundungen sichtbar. Mit der Obsession einer heillosen Trauer malt er unentwegt das Unverdrängbare. Die Fratze eines zeitlosen Kerberos, der mit bissigen Zähnen und bösem Blick dafür sorgt, dass die ,Wahnsinnigen‘ sich nicht an ihm vorbei unter die Vernünftigen mischen.

- © Bakos Tamás
© Bakos Tamás

Den Bildern ist die Qual ihrer Entstehung anzusehen. Wenn sie schon beim Betrachten so weh tun, wie sehr mögen sie den Künstler beim Malen, beim Zeichnen geschmerzt haben. Sie wirken so, als sei die Morgenröte daran gescheitert, das Tageslicht anzukündigen, als sei jeder Tag in der Dämmerung steckengeblieben. In diesem Zwischenlicht ist Tamás zu Hause, auch wenn dies eine einsame Heimat sein muss. Und aus diesem Dazwischen wirft er verstörende Blicke auf unsere Existenz, von der wir uns einbilden, sie sei sinnvoll, vernünftig, zielgerichtet, erklärbar, nachvollziehbar. Mit jedem Bild verschiebt er die Grenze zwischen Wahn und Sinn." (Ilija Trojanow)

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Bakos Tamás

Geboren 1976 in Nagykörös/Ungarn; Volks- und Mittelschule, Kellnerlehre, Autodidakt; zwischen 2000 und 2013 obdachlos in Budapest; 2014 erste Ausstellung in Wien (Galerie Benedict/Herz von Afrika), seither Bilder in privaten, firmeneigenen und öffentlichen Sammlungen; lebt nach schwerer Projektilverletzung in Nagykörös und Wien.
Kontakt: w.famler@wespennest.at

Die Ausstellung "Painting The Blues" von Bakos Tamás ist noch bis 28. Februar 2017 im Porgy & Bess (Riemergasse 11, 1010 Wien) zu sehen. Finissage ist am 28. Februar. An diesem Abend spielt der Bluesmusiker John Mayall.