- © Carla Degenhardt
© Carla Degenhardt

Carla Degenhardt untersucht die Fundstücke eines Fotolabors, dessen Materialien das Phantasma von Kultur und ihren Merkmalen abbilden. Diese Trouvaillen unterzieht die Künstlerin einer Analyse und vermengt sie mit der Reflexion ihrer eigenen Zeit in Ägypten 2011 und 2012. Daraus entwickelt sich ein vielschichtiger Überarbeitungsprozess. Carla Degenhardt fokussiert punktgenau die Kampfzone des Körpers. Die für Luxor typisch kitschigen Studiofotos mit verspielten Bordüren stellen Portraitfotos von islamischen Frauen mit Kopftuch dar. Durch das Ausschneiden des Gesichtes, die inhaltliche Hervorhebung des Kopftuches, das als Verdeckung ihrer weiblichen Reize dienen soll, und die weiteren eingearbeiteten vielen Schichten von Kopftüchern, entsteht durch Extremverdeckung genau das Gegenteil von Verdeckung: eine Wunde, eine Offenlegung, eine extreme "Vergeschlechtigung".

- © Carla Degenhardt
© Carla Degenhardt


Carla Degenhardt

Geboren 1963 in Buenos Aires; Diplom für Malerei an der Akademie der bildenden Künste "Prilidiano Pueyrredón", Buenos Aires; Besuch der Meisterklassen für Malerei bei Prof. Arnulf Rainer und für Bildhauerei bei Prof. Michelangelo Pistoletto, Akademie der bildenden Künste, Wien; bei Prof. Beverly Piersol, Akademie für angewandte Kunst, Wien; Auslandsstipendien in Rom und Paris; zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.

Lebt und arbeitet in Wien und Buenos Aires.

Kontakt: carla.degenhardt@chello.at