Geboren 1960 in Rattendorf (Kärnten); Skulptur- und Fotokünstlerin mit Schwerpunkt konzeptionelle Fotografie; ihre Arbeiten sind in öffentlichen Sammlungen vertreten, u. a. Österr. Galerie Belvedere, Wien; Museum Moderner Kunst, Klagenfurt; Leopold Museum, Wien; Museum Villa Haiss, Stuttgart; zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.

Lebt und arbeitet in Wien.

Siehe auch: www.cassini.at



"Für Theres Cassini sind es nicht nur die Gegensätze der Arte povera, das arme Material und die Laborsituation einer künstlich gezüchteten Natur. Sie lässt sich Moose aus allen Ländern dieser Erde bringen, fotografiert sie mit Makrolinse, und schafft durch die ganz unterschiedlichen Applikationen, Kombinationen und Verfremdungen neue Bezüge. Sie verortet das Moos durch die Angabe der Koordinaten ihrer Fundstelle (Mapping), sie lässt einen wirklichen und naturnahen Traktor über das vergrößerte und farblich verfremdete Moosbild fahren und stellt dieses Überrollen in der künstlichen Welt des Ateliers mit einem einzel- nen Traktorreifen nach - mit echtem Erd- material. Erde als Schriftzeichen, Erde als Heimatkonnotation und als Kritik an der historischen Auslegung des Heimatbegriffs. Für Cassini ist Moos einer von vielen Indikatoren einer intakten Umwelt und wichtig für Gedanken einer Tiefenökologie, die sich im anwachsenden Labor von Einmachglä- sern und gebauchten, übereinandergestapelten Glasgefäßen mit halbkreisförmigen Laborglasdeckeln äußert." (Brigitte Borchhardt-Birbaumer)