Wolfgang Zurborn entführt uns mit den Bildern seiner Arbeit "Catch" in eine ganz eigenwillige, skurrile Welt, in der Szenen und Objekte des alltäglichen Lebens scheinbar aus dem Lot geraten sind. Es ist die Neugier auf Erfahrung, die Suche nach Kommunikation, die Wolfgang Zurborn antreibt, mit radikalen Ausschnitten, überraschenden Kompositionen und ungewöhnlichen Perspektiven Bilder zu finden, die uns aus dem routinierten Konsum der aufgeräumten Medienwelten herausreißen. Die Verrätselung der Sehweise will dabei nicht mystifizieren, sondern einen fragenden Blick herausfordern, der sich nicht vorschnell zufrieden gibt, der immer weiter eindringt in die verschiedenen Schichten des Sichtbaren. Die Welt erscheint wie ein komplexes Geflecht aus Realität und Fiktion und es gibt keine Auflösung in einer eindeutigen Pointe. | Die Reibungsenergie im collagenartigen Zusammenspiel der Motive lässt eine Kraft der Imagination entstehen, die der Betrachter mit seinen eigenen Erfahrungen und Fantasien füllen kann. Er muss sich nur darauf ein- lassen. Catch! 

Wolfgang Zuborn, geboren 1956 in Ludwigshafen/Rhein; 1977-79 Bayerische Staatslehranstalt für Photographie in München; 1979-84 FH Dortmund für Fotografie-/Filmdesign bei Prof. Hans Meyer-Veden; 1985 Otto-Steinert-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie; seit 1986 Mitbetreiber der Galerie Lichtblick in Köln; Lehraufträge an der Universität der Künste, Berlin, an der Technischen Universität Braunschweig, an der Hochschule für Künste Bremen; 2008 Deutscher Fotobuchpreis für "Drift"; 2010 Gründung der Lichtblick School in Köln. Lebt und arbeitet in Köln.

Siehe auch: www.wolfgangzurborn.de