Wie war Ihr Verhältnis zu einigen Regisseuren? Clint Eastwood machte "Mystic River", Martin Scorsese führte Regie bei "Shutter Island", Ben Affleck bei "Gone Baby Gone" und vergangenes Jahr "Live By Night". . .

Fein. Wir arbeiten miteinander - es ist nicht so, dass wir nach einem Drehtag zusammen Bier trinken gehen. Aber es sind sehr gute Arbeitsbeziehungen. Und nicht nur mit den Regisseuren, die Sie erwähnt haben, sondern auch mit Michael Roskam, der "The Drop" inszenierte. Ich bin vorsichtig, mit wem ich ins Geschäft komme. Es muss jemand sein, den ich auf einer kreativen und ästhetischen Ebene bewundere. Sobald das klar ist, sortieren sich die meisten anderen Probleme aus. Ich wurde schon vor "Mystic River" mehrfach angesprochen. Aber dann kam Clint Eastwood und gab sich große Mühe, mich zu überzeugen. Er sagte mir, dass es nur um ihn, den Drehbuchschreiber und mich ginge - nicht um ein Filmstudio oder dutzende von Leuten, die sich einmischen würden. So war es dann tatsächlich - genauso wie später bei Ben Affleck und Martin Scorsese.

Kurz nach der Wahl war Ihr Ratschlag in einem Artikel für die irische Zeitung "Irish Examiner": "Trump hat gewonnen, und für diejenigen, die jetzt unglaublich über die Zukunft aufgeregt sind, ist mein Rat, sich zu entspannen." Was halten Sie heute davon?

Ich sagte, entspannen Sie sich, weil Thomas Jefferson ein sehr schlauer Mann war, der diesem Land ein Fundament von demokratischen Prinzipien gab, das gebaut wurde, um die meisten Stürme zu überstehen. Die Trumps dieser Welt kommen und gehen. Im Laufe der Geschichte gab es dutzende solcher Kleingeister wie ihn, die es schafften, die Macht zu ergreifen, sei es durch Hilfe einer feindlichen fremden Macht oder auf andere Weise. Die grundlegenden Ideale Amerikas sind größer und besser als Trump. Ich muss daran glauben, dass diese Ideale zwar ein wenig angeschlagen werden durch ihn, aber mit neuer Entschlossenheit erneuert, sobald Genosse Trump die Bühne verlassen hat.

Wäre es schlimm für Sie, nie wieder mit Hollywood zu tun zu haben?

Nicht wirklich. Ich komme aus der Arbeiterklasse und bin Niederlagen gewohnt - damals ging es um wirklich wichtige Dinge. Meine Eltern mussten mich und meine vier Geschwister über die Runden bringen. Mein Vater wuchs mit 15 Geschwistern auf. Verglichen damit habe ich keine echten Probleme, auch nicht, falls ich nie wieder etwas mit Hollywood zu tun haben sollte.