Nach Rationalität darf man bei Tom Hillenbrands Luxemburger Kulinarik-Krimis nicht fragen. Denn sinnvoll ist das nicht, dass ein Koch, nachdem seine Jugendliebe vor seinen Augen ermordet wurde, der Polizei wesentliche Informationen vorenthält und auf eigene Faust schnüffelt (und dich damit natürlich in Gefahr bringt). Hat man sich damit einmal versöhnt, bietet Xavier Kieffers neuer Fall nicht nur hohen Unterhaltungs-, sondern auch Mehrwert, weil man neben Spannung und Action in Luxemburg, Brüssel, Paris und dem Kongo auch viel über den Kakao-Anbau erfährt - auch die negativen Aspekte. Ob da die nächste Tafel Schokolade noch schmeckt?

Tom Hillenbrand: Bittere Schokolade
Verlag Kiwi; 480 Seiten; 11,40 Euro