Für Isabella Elizabeth Sparrow, die alle nur Izzy nennen, ändert sich mit einem Schlag alles, als ihre Großmutter zum ersten Mal nach langer Zeit wegen eines Sturzes ins Spital muss. Denn plötzlich taucht ein verdächtiger grauer Mann in der Krankenstation auf, und im Haus von Oma Sylvie sehen Izzy und ihr Bruder Seb eine seltsame Feder auftauchen, die von selbst an die Wand schreibt - und werden plötzlich von noch seltsameren Uniformierten gejagt. Die wilde Flucht endet dank der Hilfe eines nicht weniger seltsamen Burschen in einem Koffer - und plötzlich finden sich die Geschwister in einer magischen Welt namens Lundinor wieder, die offenbar unter dem "normalen" London liegt. Und in der sie nach und nach erfahren, dass ihre Familie eine besondere Gabe hat, die sie einsetzen müssen, um die Bösen aufzuhalten.

Da kommen Unsichtbarkeitskerzen vor, andere magische Gegenstände und auch ein Höllenhund, der sie vor einem bösen Wolf rettet. Jennifer Bell erzählt eine turbulente magische Geschichte, in der es - bekannte Motive hin oder her - niemals langweilig wird. Ein bisschen Mord und Totschlag kommen vor, doch der Plot ist auch zarten Mädchenseelchen zumutbar (wobei auch Buben ihre Freude mit dem spannenden Abenteuer haben können). Einzig die 368 Seiten könnte manche potenziellen Leser abschrecken. Doch am Ende hat man jede von ihnen genossen, so voller Wendungen ist die Jagd nach einem Artefakt zwischen Ober- und Unterwelt. Und wer glaubt, das war es schon, wird frohgemut feststellen, dass inzwischen auch schon Band zwei und drei erschienen sind. Und wer weiß, ob das die letzten gewesen sind . . .

Jennifer Bell: Izzy Sparrow - Die Geheimnisse von Lunidor
Arena; 368 Seiten; ab 10 Jahren; 15,50 Euro