"Danube Women Stories" ist Teil eines internationalen Projekts, das sich mit Frauen im Donauraum beschäftigt: in Ulm, Wien, Budapest, Novi Sad und Temeswar werden lokale "Donau-Frauen" porträtiert oder interviewt, darunter historische Frauenrechtlerinnen, aber auch heutige Politikerinnen, Managerinnen und Künstlerinnen.

Berühmteste "Donau-Frau" ist Maria Theresia, die 40 Jahre lang die Regierungsgeschäfte der Habsburger führte. Hier erinnern der nach ihr benannte Platz und das Schloss Schönbrunn an ihr Wirken, zudem das Ausbremsen ihres reformeifrigen Sohnes Joseph II. An Marie Jahoda, Pionierin der Sozialpsychologie und Soziologie, erinnert die Schule im 16. Wiener Gemeindebezirk und eines der "Tore der Erinnerung" der Universität Wien. Hedy Lamarr, in den 1930ern "schönste Frau der Welt", entwickelte das Frequenzsprung-Verfahren, die Grundlage der Mobilfunktechnologie. Ein Weg in Wien-Meidling ist nach ihr benannt, zudem hat sie ein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof.

Der Städteführer stellt weibliche Persönlichkeiten sowie die Motivation für deren Schaffen dar. So werden Fakten vermittelt und teils unbekannte Frauen präsentiert - was dringend nötig ist, denn viele der Damen finden trotz großer Verdienste keine öffentliche Anerkennung. Eine positive Entwicklung: In Wien startete nach Veröffentlichung des Genderatlas, der Letzteres numerisch nachweist, die Wissenschaft eine Initiative, um mehr Frauen für deren Leistungen zu ehren.