London. Die britische Bestsellerautorin Rosamunde Pilcher ist 94-jährig verstorben. Sie hat am vergangenen Sonntag einen Schlaganfall erlitten und nachher nicht mehr das Bewusstsein erlangt, bestätigte ihr Sohn Robin dem englischen Guardian.

Pilcher sorgte mit Büchern wie "Wintersonne", "Der Brombeertag" und "Wechselspiel der Liebe" in ihrer Heimat Cornwall für einen wahren Tourismusboom. Ausgelöst wurde dieser primär durch die in Südengland angesiedelten deutschsprachigen Verfilmungen ihrer Romane.

Die Autorin wurde bekannt für ihre Liebesromane, die verfilmt vor der traumhaften britischen Landschaft als Kulisse, als Quotenhits im Fernsehen liefen. Insgesamt wurden vom ZDF bisher 145 Romane für das Fernsehen verfilmt.

Pilchers kommerzieller Durchbruch kam erst 1987 mit der Familiensaga The Shell Seekers (ab 1990 als "Die Muschelsucher" in Deutschland über 1,7 Millionen Mal verkauft). Ihre bislang über 60 Millionen weltweit verkauften Bücher haben sie seither zu einer der erfolgreichsten Autorinnen der Gegenwart gemacht. Mit dem 2000 erschienenen Roman Wintersonne beendete sie ihre schriftstellerische Laufbahn.

Im Jahr 2002 wurde Pilcher der Titel eines Officer of the Order of the British Empire verliehen. Am 7. Juni 2012 gab Pilcher mit 87 Jahren bekannt, dass sie mit dem Schreiben aufhöre, weil sie sich zu alt fühle, um weiter zu arbeiten.