"Das ist cool. Das ist ja ein Weltbuch", meint János (9). "Gut, dass es so riesig ist, weil da sind auch die Seiten und die Bilder schön groß." Über das gelungene Großformat sind sich Vater (63) und Sohn schnell einig. Ansprechende Illustrationen bieten einen eindrucksvollen Überblick über "Die Wunder der Welt", wie auch der Buchtitel heißt.

Von den Pyramiden über Stonehenge bis zum Taj Mahal und Angkor Wat – kindgerecht werden großartige Kulturbauten und Naturphänomene in diesem Band in Szene gesetzt. Auch der Meinung von Janos, "dass das Buch einen wunderschönen Einband hat", kann der Vater nur zustimmen.

Dennoch findet der Papa ein wenig was zu meckern: Denn auf der Entdeckungsreise zu den Sehenswürdigkeiten der Welt kommt Österreich gleich gar nicht und auch der Rest Mitteleuropas so gut wie nicht vor. Weder das Weltkulturerbe Hallstatt oder die nach dem Ort benannte Ära in der Bronzezeit noch Salzburg oder andere Austriaca haben es in den Wahrnehmungsbogen der Geschichtsbetrachtung der englischsprachigen Autoren geschafft. Geht es nach ihnen, scheint Neuschwanstein das einzige relevante Bauwerk in Mitteleuropa.

Aber in der Gesamtbetrachtung gefällt uns das Buch letztlich doch sehr, sehr gut. János: "Es ist toll, weil es doch über die ganze Welt ist."

Lucy Letherland & Ben Handicott: Die Wunder der Welt

Verlag Kleine Gestalten; 88 Seiten; ab 6 Jahren; 29,90 Euro