Der zunehmende Einsatz von technologisch immer intelligenteren Robotern auf allen Gebieten unseres vertrauten Lebens ist nicht mehr aufzuhalten. Im Gegensatz zu früheren Generationen von Industrierobotern, die in der Regel klobige Maschinen waren, sind die neuen Roboter mit der Fähigkeit ausgestattet, ihre Umwelt wahrzunehmen, zu verstehen, zu handeln und aufgrund ihrer Software zu "lernen". Vor diesem Hintergrund entstehen Arbeitsprozesse, die sich selbst anpassen können - feste Fließbänder machen flexiblen "Mensch-Maschine-Teams" Platz, die ad hoc zusammengestellt werden können.

Derartige Fortschritte betreffen nicht nur die Produktion. Solche Systeme künstlicher Intelligenz (KI) werden in Zukunft in allen Abteilungen integriert: vom Vertrieb und Marketing über den Kundenservice bis zur Forschung und Entwicklung von neuen Produkten. KI verändert gerade alle "Spielregeln", nach denen die Industrie heute noch ausgerichtet ist.

Die beiden renommierten Technologie-Experten, Paul R. Daugherty und H. James Wilson versuchen in ihrem packenden Buch, gegen die weitverbreiteten Angstbilder und Vorurteile bezüglich der fortschreitenden Automatisierung vorzugehen.

Dynamischer Spielraum

Als positives Beispiel führen sie eine Designerin bei einem Softwarehersteller an, die eine Drohne konstruieren will. Statt die vorhandenen Konzepte abzuwandeln und auf Beschränkungen wie das Gewicht abzustimmen, gibt sie die Parameter in die KI-fähige Software des Unternehmens ein. Der genetische Algorithmus der Software erzeugt eine Fülle neuer Konstruktionsmodelle. Die Designerin wählt dann eines davon aus und verfeinert das Design weiter, bis es ihren Anforderungen entspricht.

Die Welle "adaptiver-strategischer Neuausrichtung" schafft einen großen, dynamischen, vielgestaltigen Spielraum neuartiger Jobs, in dem Menschen und Roboter zusammenarbeiten. Trotz der Tatsache, dass die Automatisierung große Verwerfungen und Herausforderungen am Arbeitsmarkt verursacht, so sei es entscheidend, rechtzeitig die Arbeitnehmer in Umschulungs- und Fortbildungskurse zu integrieren, um die neuen Gestaltungsprozesse optimal ausnutzen zu können. Beide Seiten sind nicht "Gegner", sondern befinden sich in einem Prozess des "kooperativen Miteinanders".